Alles über Frühgeburte

 
Alles über Frühgeburte

Wann besteht allgemein ein erhöhtes Frühgeburtenrisiko ?

vorausgegangene Ereignisse

  • wenn sich bei Ihnen bereits eine oder mehrere Fehl- bzw. Frühgeburt(en) ereignet haben
  • wenn zwei oder mehrere Schwangerschaftsabbrüche vorgenommen wurden
  • wenn bei Ihnen früher einmal eine "Konisation" (Entnahme eines Gewebekegels im Bereich des äußeren Muttermundes) durchgeführt wurde

Besonderheiten in der jetzigen Schwangerschaft

  • wenn Sie Mehrlinge erwarten
  • wenn die Fruchtwassermenge stark erhöht ist
  • wenn Sie unter besonderen Belastungen stehen (sei es beruflich oder privat, körperlich oder seelisch)
In allen genannten Fällen ist besondere Aufmerksamkeit erforderlich.

Welche Warnzeichen für eine drohende Frühgeburt gibt es ?

Wenn Sie eine oder mehrere der folgenden Besonderheiten feststellen, sollten Sie sich so bald wie möglich mit Ihrer frauenärztlichen Praxis in Verbindung setzen:

  • wiederholte Messung (mit Testhandschuh) eines Scheiden - pH-Wertes von 4,7 oder höher Achtung: Besonders hohe Werte können durch Abgang von Fruchtwasser (vorzeitiger Blasensprung) bedingt sein.
  • Schmierblutungen
  • übelriechender oder stark vermehrter Ausfluß (eine geringe Vermehrung ist in der Schwangerschaft normal)
  • auffallend häufiges Wasserlassen (auch hier ist eine gewisse Zunahme normal) oder Brennen beim Wasserlassen
  • Juckreiz oder Brennen in der Scheide oder im äußeren Intimbereich
  • Fieber und/oder Durchfall (mit diesen Ereignissen gehen oft gesteigerte Aktivitäten der Gebärmutter einher)
  • vorzeitige Wehen:
    • stärkere menstruationsähnliche Beschwerden
    • Ziehen in den Leistenbeugen oder im Kreuz
    • vorübergehendes, wiederholtes Hartwerden des Unterbauches
Über das normale physiologische Maß hinaus vorkommende Wehen sind als kritisch bis bedrohlich anzusehen. Das ist der Fall, wenn diese häufiger als 2mal pro Stunde oder häufiger als 10mal über den ganzen Tag verteilt auftreten

Was können Sie zur Vorbeugung von Scheideninfektionen selbst tun ?

Die Infektionsanfälligkeit der Scheide ist leider in der Schwangerschaft durch die hormonellen Veränderungen erhöht. Aber es gibt auch einige vorbeugende Maßnahmen. Ein warm - feuchtes Klima unter Luftabschluß begünstigt das Wachstum von Hefepilzen (Candida albicans). Tragen sie deshalb keine eng anliegende Kleidung und keine Slipeinlagen mit Kunststoff - Folie. Bevorzugen Sie Wäsche aus Naturfasern, am besten Baumwolle. Führen Sie keine Scheidenspülungen durch und bringen Sie keine Substanzen (Spray, Gel usw.) in die Scheide ein, es sei denn, diese sind ärztlich verordnet.
lesen Sie weiter




Infoflasche die meist komplette Informationsquelle! Helfen Sie uns Infoflasche zu ergänzen und promoten Sie gleichzeitig ihre Site. Haben Sie noch interessante Informationen? Machen Sie sich infoflasche Partner!