Auch Kinder und Schwangere sind betroffen von Bluthochdruck

 
Auch Kinder und Schwangere sind betroffen von BluthochdruckOb im Kindesalter, als Folge einer Schwangerschaft oder im hohen Alter – Bluthochdruck sollte nie auf die leichte Schulter genommen werden. Viele Menschen glauben, dass Bluthochdruck erst im Erwachsenenalter auftritt. Doch das stimmt so nicht: Schon ein bis drei Prozent aller Kinder und Jugendlichen leiden unter Bluthochdruck. Bei Säuglingen und Kleinkindern ist zumeist eine organische Erkrankung (sekundäre Hypertonie) Verursacher des Bluthochdrucks. Mit zunehmendem Alter geht Bluthochdruck eher auf ein Zusammenspiel verschiedener Risikofaktoren wie Bewegungsmangel und übermäßige Kalorienzufuhr zurück. Viele Menschen sind fälschlicherweise immer noch der Ansicht, dass es einen normalen Altershochdruck gibt und nehmen die Formel Alter plus Hundert = normaler Systolischer Wert dafür als Grundlage. Diese Formel gilt jedoch seit langem als überholt. Auch in den höheren Altersgruppen sind immer Blutdruckwerte von 140/90 mmHg oder darunter anzustreben. Deshalb ist es für eine Behandlung nie zu spät!

Bluthochdruck kann bei Frauen auch als Begleiterscheinung in der Schwangerschaft auftreten. Die Ursachen sind völlig ungeklärt. Vermutlich spielen hormonelle Einflüsse, Stoffwechselstörungen, immunologische Vorgänge oder Vererbung eine Rolle. Etwa jede zehnte Frau ist von schwangerschaftsbedingtem Hochdruck (Gestose oder Präeklampsie) betroffen, vor allem junge Erstgebärende, Spätgebärende, Übergewichtige und Frauen, die an Diabetes leiden. Die Erkrankung tritt vor allem im letzten Drittel der Schwangerschaft auf. In Verbindung mit dem Bluthochdruck kommt es zu Wassereinlagerungen (Ödemen) in Beinen, Händen und im Gesicht sowie zu vermehrter Eiweißausscheidung im Urin. Hoher Blutdruck in der Schwangerschaft darf keinesfalls auf die leichte Schulter genommen werden, denn er stellt eine ernstzunehmende Gefahr für das Leben von Mutter und Kind dar. In seltenen Fällen kommt es zu Wachstumsstörungen beim Ungeborenen und einem erhöhten Fehlgeburtrisiko. Deshalb gilt auch hier: den Blutdruck regelmäßig checken (lassen).

Bluthochdruckbehandlung bei Schwangeren

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