Der Geburtsbeginn ... was alles passiert da?

Anzeichen für den Geburtsbeginn...
Es gibt noch viele weitere, mehr oder weniger zuverlässige Anzeichen dafür, dass die Wehen bald einsetzen werden oder die Kontraktionen schon echte Wehen sind:- Körperliche Unruhe: Viele Schwangere sind kurz vor Wehenbeginn plötzlich voller Energie und Tatendrang und verspüren beispielsweise das Bedürfnis, die Wohnung neu zu tapezieren oder das ganze Haus zu putzen (der sogenannte Nestbau-Instinkt). Soweit möglich, sollten Sie dieser Versuchung widerstehen und sich Ihre Kräftereserven für die bevorstehenden Anstrengungen der Geburt bewahren.
- Rückenschmerzen: Mit dem Einsetzen der Wehen verspüren manche Frauen mehr oder weniger ungewohnte, starke Schmerzen im unteren Rückenbereich, die ähnlich wie Regelschmerzen oder sogar noch stärker sein können.
- Übelkeit und Erbrechen: Bei Geburtsbeginn ist manchen Schwangeren übel, einige müssen sich sogar übergeben.
- Erschöpfung, Schlafstörungen: Auch ein Gefühl der Erschöpfung und Schlaflosigkeit können ein Zeichen für die bevorstehende Geburt sein. Dies wird durch hormonelle Veränderungen verursacht, welche die Wehen auslösen.
- Muskelzittern: Häufig kommt es vor Beginn der Wehen zu Muskelzittern, das bis zu mehrere Minuten anhalten kann, da der Körper auf diese Art versucht, Spannungen zu lösen. Ein warmes Bad oder eine Massage können hier Abhilfe schaffen.
- Durchfall: Die Kontraktionen der Gebärmutter sowie die von der Gebärmutterwand abgegebenen Prostaglandine können sich auf die Verdauung auswirken, weshalb einige Frauen bei Einsetzen der Wehen sehr weichen Stuhlgang oder sogar Durchfall haben.
Übertragung
Wenn die 41. Schwangerschaftswoche überschritten wurde und die Geburt damit mehr als 10 Tage überfällig ist (Übertragung), muss man damit rechnen, dass die Plazenta nicht mehr genügend arbeitet. Das heisst, dass das Baby nicht ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt wird und es zu einer Mangelversorgung kommt. Voraussetzung ist natürlich ein sicherer Geburtstermin, dazu fragen Sie bitte Ihre Hebamme oder Ihren Frauenarzt, Ihre Frauenärztin.Deshalb wird empfohlen, zwischen der 41. und 42. Woche die Geburt einzuleiten. Dazu werden heutzutage normalerweise Prostaglandine in Gel- oder Zäpfchenform in die Vagina eingeführt. Dieser Wirkstoff sorgt dafür, dass der Muttermund allmählich weich wird und sich erweitert, und stimuliert gleichzeitig die Kontraktionen der Gebärmutter. Wenn der Muttermund bereits etwas eröffnet ist, funktioniert die ältere Methode zum Auslösen der Wehen durch eine Blasensprengung und/oder das Legen eines intravenösen Oxytozin -Tropfes für gewöhnlich gut.
Es gibt auch natürliche Methoden als Alternative (z.B. Brustwarzenstimulation, Akupunktur und homöopathische Mittel). Bitte besprechen Sie dieses Thema mit Ihrem Arzt oder Ihrer Hebamme, damit man für sie die bestmögliche Therapie wählen kann


