Diagnostik der weiblichen Sterilität
Die Untersuchungen vor einer Kinderwunschbehandlung soll die drei wesentlichen Faktoren abklären, die für eine Schwangerschaft wichtig sind. Es soll damit nachgewiesen werden, ob die Frau einen Eisprung hat und ihre Eileiter durchgängig sind und ob die Spermien des Mannes von ausreichender Qualität sind.Basisdiagnostik
Bei den ersten Untersuchungen wird nicht schon im Detail die Ursache der Kinderlosigkeit geklärt werden können. Die Basisdiagnostik dient zunächst einmal zum Ausschluß einfach festzustellender Erkrankungen und basiert auf einfachen Untersuchungen.Der erste Schritt ist in jedem Fall zunächst ein Gespräch, möglichst mit beiden Partnern, da eine Therapie,welcher Art auch immer, beide Partner betrifft. Dabei wird auch immer die Vorgeschichte, bzw. Krankheitsgeschichte des Paares erfaßt. Dazu gehören Innere Erkrankungen, Voroperationen, Infekte, Kinderkrankheiten. Bei der Frau ist ganz wesentlich die Auskunft über den Rhythmus ihres Zyklus. Dabei sind nicht nur die Abstände Blutungen von Bedeutung, sondern auch die Stärke, die evtl bestehenden Schmerzen und ob Zwischenblutungen bestehen. Es wird erfragt werden, ob schon Schwangerschaften (auch unausgetragenen, d. h. Aborte, Eileiterschwangerschaften und Schwangerschaftsunterbrechungen) bestanden haben. Wichtig ist dabei auch zu erfragen, ob diese Schwangerschaften vom gleichen Partner sind, da es ja ein Nachweis der Zeugungsfähigkeit des Paares ist. Diese Frage ist sicher sehr intim, die Information ist jedoch wichtig. Das gleiche gilt für die Frage nach der Häufigkeit des Geschlechtsverkehrs. Gelegentlich ergibt sich aus dieser Frage schon ein Behandlungsansatz, wenn Unklarheiten über den günstigsten Zeitpunkt für den Verkehr bestehen. Über den Gebrauch legaler "Drogen" wie Alkohol und Nikotin werden Sie auch befragt werden.
Zur Basisdiagnostik gehört auch eine gynäkologische Untersuchung, die jedoch selten gleich am ersten Termin durchgeführt wird. Bei dieser Untersuchung lassen sich gravierende organische Fehlbildungen des Genitals feststellen, die die Chance auf eine Schwangerschaft mindern könnten. Insbesondere sind dabei Hinweise auf Myome , Endometriose und Fehlbildungen der Gebärmutter zu beachten. Wenn kein aktueller Krebsvorsorsorge-Abstrich vorliegt, dann wird dieser bei dieser Erstuntersuchung bestimmt. In der Mitte des Zyklus kann auch das Zervixsekret beurteilt werden. Ergänzt wird diese Untersuchung heutzutage fast immer durch einen Ultraschall. Die Hinweise auf Myome, Fehlbildungen oder Endometriose, die beim Tastbefund erhoben wurden, können mit diesem bildgebenden Verfahren bestätigt werden Myom, endometriose, Uterus bicornis. Außerdem ist mit dieser Methode eine Aussage über die Beschaffenheit der Gebärmutterschleimhaut möglich. Wenn der Ultraschall zur Zyklusmitte durchgeführt wird, dann kann man auch Eibläschen am Eierstock erkennen oder ein polyzystisches Ovar anhand seiner Beschaffenheit lesen Sie weiter


