Elektrosmog kann das Risiko für Frühgeburten erhöhen
Hinweise auf erhöhtes Risiko, an der Alzheimer-Krankheit, an Morbus Parkinson, Gehirntumoren, Herzinfarkt, Migräne und Schlaganfall zu erkranken.Durchschnittlich mehr als 50 elektrische Geräte stehen in jedem bundesdeutschen Haushalt. Ob und inwieweit ihre elektromagnetischen Felder zu Gesundheitsschäden führen, ist noch nicht hinreichend erforscht. Eine Reihe von Studien deuten aber darauf hin, dass durch den so genannten Elektrosmog das Risiko, an der Alzheimer-Krankheit, an Morbus Parkinson, Gehirntumoren, Herzinfarkt, Migräne und Schlaganfall zu erkranken, erhöht wird. Nun haben amerikanische Mediziner herausgefunden, dass die unsichtbaren Strahlen auch in der Schwangerschaft gefährlich werden können: Das Risiko einer Fehlgeburt wird dadurch deutlich erhöht.Der Reproduktionsmediziner Dr. De-Kun Li vom Kaiser Foundation Research Institute im kalifornischen Oakland hatte 1063 Frauen - sie waren alle in der zehnten Woche schwanger - mit einem Spezialgerät zur Messung elektromagnetischer Felder ausgestattet. Dieses Gerät sollten sie einen Tag lang mit sich führen. Im Abstand von jeweils zehn Sekunden wurden die elektromagnetischen Wellen gemessen, registriert und gespeichert. Bilanz des Experiments: Bei jenen Frauen, die starken elektromagnetischen Wellen ausgesetzt waren, war die Rate der Fehlgeburten um mehr als 50 Prozent höher als bei den anderen.
Die Messungen von Dr. Li ergaben, dass die Strahlenexposition von Staubsaugern, Haartrocknern und Rasierapparaten besonders groß ist (Quelle: "New Scientist"). Sie liegen bei 1,4 Mikroteslar. Zum Vergleich: Schon 0,1 Mikroteslar können den Zellstoffwechsel des Körpers beeinflussen. Aus früheren Studien geht hervor, dass auch das Mobiltelefon in großem Umfang Elektrosmog verursacht. Mehr als 40 Millionen Deutsche benutzen dieses Gerät im Durchschnitt drei Stunden pro Monat. Fest steht, dass diese Apparate zur Erhitzung am und im Kopf führen. Bisher ist jedoch nicht genau bekannt, inwieweit sich dies auf die Funktion der Zellen auswirkt. Die Experten gehen aber davon aus, dass die elektromagnetischen Felder den Zellstoffwechsel und die für biologische Abläufe wichtigen Enzyme beeinflussen, möglicherweise jedoch auch die Erbsubstanz schädigen.
Offensichtlich reagiert aber nicht jeder Mensch in gleichem Maße empfindlich auf elektromagnetische Felder. Es gibt Hinweise dafür, dass Elektrosensibilität besonders bei Personen auftritt, die an Allergien leiden oder auf Schwermetalle wie Amalgam oder andere chemische Substanzen empfindlich reagieren. Schwangere Frauen, so die Warnung des amerikanischen Experten Dr. Li, sollten vor allem massive Strahlenbelastung, wie sie in der Nähe von Rundfunksendemasten, Mikrowellen und Sendeanlagen auftreten, meiden. Der deutsche Strahlenforscher Professor Richard Wagner von der Universität Osnabrück rät, nur moderne Handys zu benutzen. Sie besitzen Antennen, die nicht in Richtung Kopf abstrahlen. Für ältere Geräte gibt es Schutzhüllen.


