Harte Drogen und Schwangerschaft, was sind die Folgen?

Amphetamine und Schwangerschaft
Beim Konsum von
Amphetaminen (Ecstasy, Speed) wurde ein erhöhtes Risiko für
Fehl- und Frühgeburten festgestellt sowie eine deutlich erhöhte Missbildungsrate bei Neugeborenen. Auch hier gilt, dass diese Ergebnisse keine
Allgemeingültigkeit haben, da bisher zu wenig Daten erhoben wurden, die eine verlässliche Aussage zulassen würden. Diese Auswirkungen auf das
Kind sind Einzelfälle und sollten auch als solche gewertet werden.
Kokain und Schwangerschaft
Die schädigende Wirkung von
Kokain während der
Schwangerschaft wurde in Berichten der 70er Jahre beschrieben. Bei Kokain bestehe eine größere Gefahr, eine
Fehl- oder Frühgeburt zur Welt zu bringen. Aber auch hier gilt, dass die Resultate methodisch verbesserter Studien noch abzuwarten sind und sich die vorliegenden Ergebnisse lediglich auf Einzelfälle beziehen.
Opiate und Schwangerschaft
Bei diesen
Suchtmitteln sind die Angaben etwas genauer. Man hat festgestellt, dass sich besonders
Heroin auf die Kinder
negativ auswirkt. Gleich nach der
Geburt kommt es bei den Neugeborenen zu bedenklichen
Entzugssymptomen, unter anderem können schwer beherrschbaren
Krampfanfälle auftreten. Wenn heroinabhängige Frauen schwanger werden, ist absolut davon abzuraten, Drogen intravenös von der Straße zu konsumieren. Ein kompletter Entzug von Heroin wird nur in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft für das Kind als ungefährlich angesehen. Sowohl für die Frau als auch für das Kind ist es das beste, sich
substituieren zu lassen (z. B. mit Subutex). Natürlich kommt es auch hier bei den Neugeborenen zu Entzugssymptomen, von denen sie sich aber, so schlimm dies auch klingen mag, erholen können, da sie meist nach der Geburt ausschleichend mit dem Ersatzstoff entzogen werden