Psychische Probleme der Sterilitätsbehandlung
Wir leben in einer Zeit des rasanten, technischen Fortschritts. Alles erscheint möglich, wenn der Mensch es nur will. Trotzdem stossen wir immer wieder an unsere Grenzen. In kaum einem anderen Bereich wird das so deutlich wie beim unerfüllten Kinderwunsch. Kinder sind für viele von uns die Krönung einer Liebesbeziehung oder die Vervollständigung der Familie. Das Ausbleiben des ersehnten Nachwuchses wird als besonders schmerzhaft und als Schuld erlebt. Das Gefühl der Hilflosigkeit bei einem Problem, welches den kompletten Lebensplan nachhaltig beeinflusst, ist sehr belastend und schwer zu bewältigen.Unfruchtbarkeit ist nur selten auf psychische Faktoren zurückzuführen. Aber es ist der Kinderwunsch selbst, der häufig beide Partner psychisch belastet. Und das kann die Fruchtbarkeit weiter mindern. Die ständige innere Spannung und ein hoher Erfolgsdruck lösen Stress aus. Der seelische Druck kommt von den Erwartungen Aussenstehenden (Eltern, Schwiegereltern, Kollegen), welche durch wenig einfühlsame Fragen verletzen, vom Partner oder von den eigenen Schuldgefühlen. Je mehr man sich unter Druck setzt, desto mehr können die an der Fruchtbarkeit beteiligten Hormone irritiert werden. Die Folge bei der Frau: Der Eisprung kann ausbleiben. Ausserdem kann Stress zu einer Verkrampfung der Eileiter führen, wodurch der Transport der befruchteten Eizelle in die Gebärmutter gestört wird. Und die männliche Seele ist in punkto Kinderwunsch keineswegs unempfindlicher als die der Frau. Körperlicher und seelischer Stress können die Bildung der Samenzellen hemmen und ihren Transport behindern. Die Spermienqualität kann so zumindest vorübergehend herabgesetzt sein.
Leider gibt es kein Patentrezept, den Kinderwunsch nicht so übermächtig werden zu lassen, dass er den Körper blockiert. Mehr Gelassenheit lässt sich nicht vom Arzt verschreiben. Wichtig ist: Teilen Sie Ihre lesen Sie weiter


