"Wir wollen ein ..."

 
"Wir wollen ein ..."

"Kann ich fühlen, welche Tage günstig sind, um schwanger zu werden?"

Im Prinzip ja. Denn jeder gesunden Frau ist es möglich, bei sorgfältiger Beobachtung ihres Körpers den Rhythmus der eigenen Fruchtbarkeit zu erspüren. Am auffälligsten ist natürlich die Regelblutung. Mit ihr beginnt jeweils ein neuer Zyklus, in dessen Verlauf ein Eisprung stattfinden kann. Weitere Körperzeichen sind der Mittelschmerz und die Veränderungen von Körpertemperatur, Zervixschleim und Gebärmutterhals.

"Was haben Eisprung, Temperatur und Zervixschleim miteinander zu tun?"

Zum Hintergrund: Am Eisprung sind in einem komplizierten Wechselspiel mehrere Hormone beteiligt, die von Tag zu Tag in unterschiedlicher Menge im weiblichen Organismus gebildet werden. Kontrolliert und gesteuert wird dieses Wechselspiel vom Gehirn aus mit Hilfe der Hormone FSH (= Follikelstimulierendes Hormon) und LH (= Luteinisierungshormon). Unter dem Einfluß von FSH und LH kommt es in der ersten Zyklushälfte zur Reifung des Eibläschens und gleichzeitig zu einem Anstieg der Follikelhormone (Östrogene), die im reifenden Eibläschen gebildet werden. Diese Östrogene führen einige Tage vor dem Eisprung zu einer vermehrten Bildung des Zervixschleims im Gebärmutterhals (Zervix) und zu einer Auflockerung seiner Struktur. Den Samenzellen wird es damit - und nur in dieser Zeit - möglich, in die Gebärmutter aufzusteigen. Der durch die Scheide abfließende Schleim wird für die Frau äußerlich sichtbar.

Kurz vor dem Eisprung steigt das LH steil an (LH-Gipfel). Es folgt das Platzen des reifen Eibläschens und das Ausstoßen der Eizelle, der sogenannte Eisprung. Nach dem Eisprung wird im Eierstock verstärkt das Gelbkörperhormon Progesteron gebildet. Das Progesteron bewirkt, daß die Körpertemperatur um einige Zehntel Grad ansteigt und der Zervixschleim seine Fließ-Eigenschaften verliert. Die Frau weiß dann, daß die fruchtbare Phase vorbei ist. Außerdem bereitet es den weiblichen Körper schon sehr frühzeitig jeden Monat neu auf eine mögliche Schwangerschaft vor. Bleibt eine Schwangerschaft aus, wird dieser Countdown abgebrochen, die Hormone "stürzen" ab. Mit der dann folgenden Regelblutung beginnt ein neuer Zyklus.

"Woran merke ich, welche Hormone gerade aktiv sind?"

Die hormonellen Schwankungen können von den meisten Frauen empfunden werden, wenn sie auf entsprechende Reaktionen ihres Körpers achten. Die erste Zyklusphase - also die von Östrogen beherrschte Phase - stellt im allgemeinen eine körperlich und psychisch sehr stabile Hochleistungsphase dar, während in der zweiten, der Progesteron-Phase stärkere Schwankungen möglich sind. Um den Zeitpunkt des Eisprungs herum nehmen manche Frauen unklare Unterbauchbeschwerden (Mittelschmerz) wahr. Gelegentlich können schon ab diesem Zeitpunkt Brustveränderungen (empfindliche Brustwarzen, Brustspannen) auftreten, die oft im Laufe der zweiten Zyklusphase noch ausgeprägter werden. Während manche Frauen die herannahende Menstruationsblutung überhaupt nicht bemerken, sind andere in dieser Zeit in ihrem Wohlbefinden stark beeinträchtigt. Man nennt dieses Phänomen auch "Prämenstruelles Syndrom" Körperliches Mißempfinden wie Migräne und Stimmungsschwankungen stehen dabei meist im Vordergrund. Man beobachtet auch, daß Frauen in den verschiedenen Zyklusphasen sehr unterschiedlich Lust auf Sexualität (Libido) verspüren.

Aber wie ist das mit dem genauen Zeitpunkt des Eisprungs?"

Den Zeitraum, in dem ein Eisprung stattfindet und eine Schwangerschaft möglich ist, kann jede Frau selbst eingrenzen. Dazu muß sie nur beobachten, wie sich ihr Zervixschleim und ihre Körpertemperatur verändern.

"Wie genau?"

Wenn eine Frau den Verlauf ihrer Körpertemperatur verfolgt, stellt sie fest, daß es zwei Temperaturniveaus lesen Sie weiter




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