Das Geschlecht des Kindes nach Wunsch?

 
Das Geschlecht des Kindes nach Wunsch?Viele Eltern würden gern wählen, ob sie einen Stammhalter bekommen oder ein Prinzesschen. Die Chancen stehen von Natur aus etwa gleich. Welche Methoden es heute gibt und wie weit die Forschung ist.

Die meisten Eltern können es kaum abwarten, endlich Bescheid zu wissen. Und viele würden am liebsten gezielt darauf hinarbeiten, dass es ein Mädchen oder ein Junge wird. Doch bisher gibt es kein Patentrezept, auch wenn eine ganze Menge Methoden kursieren.

Männer mögen’s mild

"Wenn es eine Methode gäbe, die wirklich funktioniert, wäre sie schon längst kommerziell genutzt und beispielsweise in der Viehzucht umgesetzt worden", sagt Dr. Alexander Lerchl, Professor für Biologie an der International University in Bremen. Der gelernte Zoologe wurde vor Jahren durch eine Studie bekannt, bei der herauskam: Männer mögen’s mild. Bei Ratten und Fledermäusen war schon früher bekannt, dass sie in warmen Sommern mehr Männchen als Weibchen zeugen. In einer Studie fand Lerchl den gleichen Effekt für uns Menschen bestätigt. Eine mögliche Begründung: Spermien mit den zur Zeugung von Jungen führenden Y-Chromosomen könnten sich in der Wärme möglicherweise erst so richtig entfalten.

Wer jetzt aber meint, er müsse seinen Mann nur oft genug in die Sauna schicken, um einen Jungen zu bekommen, hat sich leider getäuscht. Der Forscher winkt ab: Der Effekt der Wärme sei nur leicht.

Es liegt am Papa

Ob’s ein Junge oder ein Mädchen wird, entscheidet die Samenzelle des Mannes, die die Eizelle der Frau befruchtet. Denn das Geschlechts-Chromosom im Ei ist immer ein X-Chromosom, also weiblich. Die Samenzelle des Mannes dagegen trägt entweder ein X- oder ein Y-Chromosom. Verschmilzt ein X-Träger mit dem Ei, wird es ein Mädchen (XX), befruchtet ein Y-Träger das Ei, wird es ein Junge (XY). Die Chancen aufs Wunschkind stehen etwa gleich gut – das hat die Natur wunderbar gefügt. Bei den Geburten kommen 106 Jungen auf 100 Mädchen. Trotzdem tummeln sich auf diesem Feld etliche selbst ernannte Spezialisten und versuchen, ihr Rezept an den Mann und die Frau zu bringen.

Im Zeichen des Mondes

Glaubt man etwa dem tschechischen Arzt Dr. Eugen Jonas, so beeinflusst der Mond, wann es ein Mädchen oder ein Junge werden kann. Inzwischen haben sich eine Reihe von Buchautoren an seine Theorie angehängt, manche Mondkalender listen Zeugungstermine auf




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