Sexuelle Probleme bei der Frau
Lange Zeit galten diabetesbedingte sexuelle Störungen ausschließlich als ein Männerproblem. Doch zeigen die klinischen Erfahrungen, dass Frauen ebenso davon betroffen sein können.Bei Frauen kann der Diabetes eine Reihe Beschwerden verursachen, die zu sexuellen Störungen führen:
- Sexuelle Unlust,
- Trockenheit der Scheide mit mangelnder Gleitfähigkeit,
- Schmerzen beim Eindringen,
- Schmerzen oder Engegefühl beim Geschlechtsverkehr,
- Wundgefühl und Reizung nach dem Geschlechtsakt,
- zunehmende Schwierigkeiten, einen Höhepunkt zu erreichen,
- Abnehmende sexuelle Befriedigung.
Als Ursachen kommen verschiedene Faktoren in Frage. Sie können einzeln oder als Kombination sexuelle Störungen bewirken:
- Nervenschädigungen (Neuropathie), die durch einen über längeren Zeitraum schlecht eingestellten Blutzuckerspiegel bedingt sind. Sie beeinträchtigen die Empfindlichkeit der Scheide und hemmen die Schleimabsonderung der Scheidendrüsen.
- Gefäßerkrankungen, die sich bei bestimmten Herzkrankheiten, bei zu hohen Blutfettwerten oder anderen Faktoren, die zu Durchblutungsstörungen führen, entwickeln.
- Einige Medikamente, wie z.B. Blutdrucksenker, Beruhigungsmittel oder Medikamente gegen Depressionen können ebenfalls Störungen auslösen. Sie sollten mit Ihrem Arzt besprechen, ob die Ihnen verordneten Medikamente sexuelle Probleme bewirken können.
- Gefühlsmäßige oder seelische Faktoren wie Depressionen, Angst an Attraktivität zu verlieren, mangelnde Selbstachtung und Beziehungsprobleme erzeugen häufig sexuelle Unlust. Auch die Angst vor Schmerzen beim Geschlechtsverkehr wirkt sich ungünstig auf die Sexualität aus.
Eine verbreitete Behandlungsmöglichkeit bei Scheidentrockenheit ist das Anwenden von speziellen Gleitmitteln in Form von Cremes oder Zäpfchen.
(übernommen mit schriftlicher Genehmigung von:www.accu-chek.de)


