Diagnostik bei Erektionsstörungen
Allgemeine Labordiagnostik: Bei allen Männern mit längerfristigen Potenzstörungen empfiehlt es sich auf jeden Fall folgende Blutwerte bestimmen zu lassen: Blutfette (Cholesterin mit LDL- und HDL-Cholesterin sowie Triglyceride) , Blutzucker (Glucose) und sollte dieser erhöht sein bzw. ein bekannter Diabetes mellitus vorliegen auch der sog. HbA1C-Wert um die mittelfristige Blutzuckereinstellung abschätzen zu können. Von den Hormonwerten sollte auf jeden Fall der Testosteron- und der Prolaktinwert bestimmt werden. Je nach Anamnese und Begleiterkrankungen empfehlen sich noch detailliertere Hormon- und anderweitige Laboranalysen, Im Mittelpunkt der Urologischen Diagnostik steht der sogenannte Schwellkörperfunktionstest mit vasoaktiven Medikamenten (z.B. Prostaglandin E1 oder Papaverin/Phentolamin). Hierbei wird mit einer ultradünnen Nadel praktisch schmerzfrei die jeweilige vasoaktive Substanz injiziert , welche normalerweise nach 5 – 10 Minuten zu einer Gliedsteife führt, so keine schwere organische Ursache der Potenzstörung vorliegt.Gleichzeitig werden dann die Penisarterien mit dem Farbdoppler oder einem Duplexgerät dargestellt und die sog. systolische Spitzenflussgeschwindigkeit (peak flow velocity – PSV)) sowie der Gefäßwiderstand-Index (Resistance index – RI) in den tiefen Schwellkörperarterien gemessen, wobei PSV-Werte von < 25-30 cm/sec. beweisend für eine arterielle Durchblutungsstörung sind. Mit Hilfe des sog. bidirektionalen Penisdoppler lässt sich zwar die Durchblutung im Penis auch messen, die Methode ist aber wesentlich ungenauer und lässt nur eine grobe Abschätzung der Durchblutungssituation am Penis zu.
Mit Hilfe des Farbdoppler-und der Duplexsonographie lassen sich auch kleine Details und Veränderungen in den Penisgefäßen sehr genau darstellen (siehe die folgenden Sbbildungen III, 3-8) und lassen verlässliche Rückschlüsse auf das gesamte Gefäßsystem zu.Beide Arterien zeigen eine normale Spitzenflussgeschwindigkeit mit spitzwinkligen Kurven (untere Bildhälfte). Die obere Bildhälfte zeigt im Sonographiebild die linke und rechte Schwellkörperarterie.Ursache: Bergunfall mit schwerem Beckentrümmerbruch und Verletzung der den Penis versorgenden Gefäße. Am unteren Bildrand ist der Befund der bidirektionalen Dopplersonographie mit abgeschwächten plumpen Flowkurven bei demselben Patienten dargestellt.
Am oberen Bildrand ist die unter der Haut liegende oberflächliche rechte Dorsalarterie lesen Sie weiter


