Die Hormonspirale
Hormonzylinder (Mirena) sieht zwar aus wie eine IUD, wirkt jedoch ganz anders, nämlich über eine Hormonfreisetzung in der Gebärmutter. Die Hormone verändern den Schleimpfropf im Gebärmutterhals so, dass Samenzellen am Eindringen in die Gebärmutter gehindert werden. Zusätzlich beeinträchtigen die Hormone die eventuell doch vorgedrungenen Samenzellen in ihrer Beweglichkeit und Befruchtungsfähigkeit, und drittens ist die Gebärmutterschleimhaut nicht für die Aufnahme einer eventuell doch befruchteten Einzelle bereit. Durch die Kombination dieser drei unterschiedlichen empfängnis- verhütenden Wirkungen ist die Hormonspirale so sicher wie die Sterilisation - und es hat gegenüber der Pille den zusätzlichen Vorteil, daß Anwendungsfehler wie vergessene Pillen nicht vorkommen können. Die Wirkungsweise ist eher mit der Wirkung der Minipille, der Dreimonatsspritze vergleichbarUnter der Hormonspirale ist die Regelblutung viel schwächer oder kann sogar ganz ausbleiben. Dies ist eine Nebenwirkung des Gestagens, das viele Frauen als durchaus angenehm empfinden. Das Hormondepot reicht für 6 Jahre, sodayy ein Wechsel der Hormonspirale erst nach diesem Zeitraum notwendig ist.
Ihr Frauenarzt/ihre Frauenärztin wird die korrekte Lage der Spirale in regelmäßigen Abständen überprüfen, da es ab und zu vorkommt, daß die Spirale auch von selbst ausgestoßen wird. Sie selbst können die richtige Lage auch dadurch feststellen, daß Sie - am besten nach jeder Periode - prüfen, ob die beiden Nylonfäden, die aus dem Muttermund ragen, noch zu fühlen sind.
(übernommen mit schriftlicher Genehmigung von:http://www.birkfeld.de)


