Wie bestimmen Sie selbst den Scheiden-pH-Wert?

 
Wie bestimmen Sie selbst den Scheiden-pH-Wert?Zur Messung des Scheiden-pH-Wertes wurde in Zusammenarbeit mit uns ein Testhandschuh entwickelt. Am Zeigefinger des CarePlan® VpH-Testhandschuhs befindet sich ein Teststreifen, dessen Farbe sich entsprechend dem pH-Wert verändert. Die Messung kann zu jeder Tageszeit durchgeführt werden, und die Handhabung ist denkbar einfach:

Ziehen Sie den Handschuh über Ihre rechte Hand (auch wenn Sie Linkshänderin sind), so dass der Teststreifen auf der Innenseite des Zeigefingers liegt. Um die Messung nicht zu verfälschen, soll der Teststreifen möglichst nicht - auf keinen Fall mit feuchten Fingern - berührt werden. Führen Sie den Zeigefinger 2-3 cm tief in die Scheide ein (nicht weiter als 3 cm, da im tieferen Scheidenbereich der pH-Wert natürlicherweise oft höher ist) und drehen Sie ihn einige Male leicht hin und her, damit der Teststreifen gut mit der Scheidenflüssigkeit befeuchtet wird. Die Einführung gelingt z.B. gut im Stehen, wobei Sie ein Bein auf der Sitzfläche eines Stuhles oder einer Bettkante abstützen.

Vergleichen Sie direkt nach der Messung - solange die Indikatorschicht noch feucht ist - deren Farbe mit der Farbskala und lesen Sie den dazugehörigen pH-Wert ab. Notieren Sie den Wert der Farbskala, welcher der Farbe des Teststreifens am ähnlichsten ist (bitte keine Zwischenwerte schätzen). Der Wert ist normal, wenn er dem gelben Farbton der pH-Werte 4,0 oder 4,4 entspricht.
Werfen Sie den benutzten Handschuh weg; er besteht aus biologisch abbaubarem Polyethylen (PE). Bitte tragen Sie alle pH-Werte und das jeweilige Datum - um einem Informationsverlust entgegenzuwirken am besten gleich nach der Messung - in den beiliegenden Erhebungsbogen ein. Legen Sie den Erhebungsbogen bitte zusammen mit Ihrem Mutterpass bei jedem Arztbesuch vor.

Bitte beachten Sie: Bei Anwendung eines Antibiotikums (auch lokal in der Scheide) sollte trotzdem regelmäßig der Scheiden-pH-Wert gemessen und notiert werden. Beunruhigen Sie sich nicht, wenn der pH-Wert dabei ansteigt. Das liegt daran, dass das Antibiotikum nicht nur fremden Keimen, sondern auch Milchsäurebakterien entgegenwirken kann. Daher ist - in Absprache mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt - im Falle eines pH-Anstieges eine gleichzeitige vaginale Ansäuerungstherapie (z.B. durch Milchsäure) und - nach Beendigung der Antibiotikatherapie - eine anschließende Nachbehandlung mit Lactobacillus-Präparaten zu empfehlen.

15/08/06




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