Amphetamine: Akutes Wirkungsbild, Wirkungsdauer

Vom Konsumenten empfundene Wirkungen
- Zentrale Stimulation (aufputschend), gleichbedeutend mit einer Antriebssteigerung und damit verbundener Stimmungsaufhellung (früher fanden Amphetamine auch als Dopingmittel im Sport Verwendung)
- Euphorie ist eher wenig ausgeprägt
- Appetitlosigkeit, mangelndes Durstgefühl
- Subjektives Gefühl der gesteigerten Konzentrationsfähigkeit
- Entwicklung eines fast krankhaften Willens zum Zuendeführen einer Tätigkeit. Dabei muß die ausgeübte Tätigkeit durchaus nicht sinnvoll sein, z.B. endloses, seitenweises Schreiben von Briefen ohne sinnvollen Inhalt
Nach außen hin feststellbare Wirkungen
- Nervosität
- Geschwätzigkeit
- Motorische Unruhe (Zappelphilipp!)
- Objektive Unfähigkeit, sich zu konzentrieren (Ideenflucht)
- Unfähigkeit, folgerichtig zu denken
- Erweiterte, lichtstarre Pupillen
- Zähneknirschen
- Zittern, Schlaflosigkeit
- Todesfälle durch Überdosierung kommen vor
Wirkungseintritt, -dauer
- Wirkungseintritt (intravenös): Innerhalb von Sekunden, oral innerhalb von Minuten
- Wirkungsdauer: Einige Stunden
Die psychische Abhängigkeit kann ein hohes Maß erreichen. Auf die Dauer eingenommen, führen die Amphetamine zu Unrast und Schlaflosigkeit, wobei Wahnvorstellungen auftreten können. Der Bezug zur Realität geht verloren. Wegen der inneren Unruhe werden oft Schlafmittel eingenommen. Bei Langzeitgebrauch kann es zu einer Amphetamin-Psychose kommen - die nur schwer zu heilen ist - sowie zu Lungenhochdruck mit Kreislaufschädigung. Besonders ist das Risiko der unkontrollierbaren Rauschdauer und -intensität sowie der Nebenwirkungen, weil Reinheitsgrad und Zusammensetzung bei illegaler Produktion fast nie bekannt sind. Amphetamine, in der Szene als "Speed" bezeichnet, werden häufig anderen illegalen Drogen zur Wirkungsverstärkung beigemischt.


