Was ist die medizinische Anwendung von Gestrinon?
Gestrinon fand 1978 Eingang in die medizinische Literatur (unter dem Namen R2323). Ursprünglich wurde Gestrinon als orales Verhütungsmittel (Kontrazeptivum) vorgestellt. Den bereits bekannten Ovulationshemmern war es insofern überlegen, als es nur einmal wöchentlich eingenommen werden musste. Gestrinon ähnelt dem männlichen Geschlechtshormon Testosteron, ist aber von der Hauptwirkung her ein Anti-Progestagen. Heute wird Gestrinon zur Hauptsache zur Behandlung der Mastopathia cystica fibrosa, von hormonell bedingten Brustschmerzen sowie zur Therapie der Endometriose (Verwachsungen der Gebärmutter) eingesetzt. Letzteres stellt die Hauptindikation für den Einsatz von Gestrinon dar. Als Kontrazeptivum wird Gestrinon nicht mehr verwendet. Weil Gestrinon dem männlichen Geschlechtshormon Testosteron ähnelt, kommt es zu entsprechenden Nebenwirkungen: fettige Haut, Akne, Gewichtszunahme, vermehrte Behaarung an unerwünschten Stellen, ganz selten zu einer tieferen Stimme. In der Schweiz ist Gestrinon unter dem Handelsnamen NemestranÒ zugelassen.(übernommen mit schriftlicher Genehmigung von:http://www.dopingnews.de)


