Epilepsie Sport, Spiel, Freizeit, klappt das?

 
Epilepsie Sport, Spiel, Freizeit, klappt das?

Sport, Spiel, Freizeit


Spiel, Sport und Bewegung bestimmen für viele die Freizeitgestaltung. Zum einen um der Gesundheit willen, aber auch um Menschen mit ähnlichen Interessen kennenzulernen.

Spielen in einer Mannschaft fördert soziales Verhalten: Regeln müssen akzeptiert werden, man muß sich integrieren, ein gemeinsames Ziel wird verfolgt, man muß auf andere Rücksicht nehmen.

Beachtung und Anerkennung durch andere beim Sport und das Genießen der eigenen Erfolgserlebnisse stärken die Selbstachtung.

Die Mitgliedschaft in einem Sportverein kann Vereinsamung verhindern.

All diese Punkte sind natürlich auch für Menschen mit Epilepsie wichtig. Außerdem können durch sportliche Betätigung auch Anfälle unterdrückt werden.

Angst vor Unfällen

Eltern oder andere Angehörige von Menschen mit Epilepsie fürchten häufig, daß der Sport Anfälle auslöst, die dann zu schweren Unfällen und Verletzungen führen.

Wir alle wissen, daß es keine Sportart ohne Unfall- oder Verletzungsrisiko gibt. Die Erfahrung hat gezeigt, daß sich die Unfallhäufigkeit von "gesunden" und epilepsiekranken Menschen nicht unterscheidet. Unfälle von Menschen mit Epilepsie während einer Sportausübung sind nur in den seltensten Fällen auf einen Anfall zurückzuführen.

Das vermehrte Atmen während einer sportlichen Anstrengung ist nicht mit der Hyperventilation beim EEG zu vergleichen und löst keine Anfälle aus. das gleiche gilt für Wasser und Kochsalzverlust durch starkes Schwitzen und verstärkte Muskeltätigkeit.

Nur extreme physische und psychische Belastungen, wie sie z. B. bei manchen Leistungssportarten gefordert werden, können das Auftreten von Anfällen begünstigen. Es gibt keine objektiven Kriterien für die individuelle Belastbarkeit. Hier muß jeder sein eigenes Maß finden.

Unproblematische Epilepsien

Wenige oder zeitlich bestimmbare Anfälle:

Wenn Sie/Ihr Kind längere Zeit anfallfrei sind/ist (1-2 oder mehr Jahre), so ist kein Grund vorhanden unter Beachtung der üblichen Sicherheitsvorschriften jede gewünschte Sportart auszuüben.

Ähnliches gilt, wenn die Anfälle z.B. nur nachts auftreten, nur morgens oder nur in Entspannungssituationen. Auch mit einer langen Aura (Vorgefühl) vor dem Anfall können sich viele aus Gefahrensituationen bringen.




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