Für die meisten Erzieher, Lehrer und Sonderpädagogen hat übrigens die gemeinsame Erziehung und Unterrichtung nicht nur neue Aufgaben gebracht, sondern auch eine neue positive Qualität ihrer Arbeit.
Was ist mit den nicht-behinderten Kindern?
Werden die nicht seelisch überfordert? Lernen sie genug ? Solche Befürchtungen haben sich als unbegründet erwiesen. Kinder nehmen selbst schwerstbehinderte Kinder viel schneller als normalen Teil der Welt an, als wir Erwachsene. Und alle Untersuchungen beweisen, daß die nicht-behinderten Kinder bei gemeinsamer Erziehung und Unterrichtung mindestens genau so viel und so schnell und so gründlich lernen wie sonst (Kein Wunder, die Vorteile der Integrationspädagogik kommen auch ihnen zugute).Und sie lernen darüber hinaus noch etwas, das für ihr jetziges und späteres Leben von höchstem Wert ist: mit Menschen, die irgendwie "anders" sind, ohne Angst und Verkrampfung umzugehen.
Integration darf am Ende der Kindheit und Jugend nicht aufhören, indem erwachsene Menschen mit Behinderung in Heimen und Behindertenwerkstätten isoliert werden. Gemeinwesenintegriertes Wohnen und unterstützte Beschäftigung in normalen Betrieben müssen ermöglichen, das in der Kindheit begonnene gemeinsame Leben auch im Erwachsenenalter fortzusetzen.
Elternvereine und Elternselbsthilfegruppen
Die gemeinsame Erziehung hat auch in Deutschland im letzten Jahrzehnt beachtliche Fortschritte gemacht. Aber sie ist noch lange nicht selbstverständlich. So haben sich die Eltern von Kindern mit und ohne Behinderungen in Selbsthilfegruppen und Vereinen zusammengetan, um die Nichtaussonderung gemeinsam voranzutreiben und sich gegenseitig zu helfen(übernommen mit schriftlicher Genehmigung von:www.epilepsie.sh)


