inneren, achsennahen Muskeln (wie z.B. dem Iliopsoasmuskel = Schwingen der Beine aus der Tiefe) in die Bewegung mit extrinsischen, äusseren Muskeln wechsle. Diese zweiten Hüll- oder Haltemuskeln (v.a. tonische Anteile) neigen viel stärker zu Verspannungen und Verkürzungen und man staucht damit auch seinen Innenraum (benötigt dann eben Stretching, etc... ). Ich breche mein Jogging an dieser Grenze ab und spaziere (pfeifend) weiter, kein "Aufgeben", sondern ein Liebsein zu sich selbst...

Nicht verkürzen

Unseren Innenraum versuchen wir während dem Joggen (und überhaupt in jeder Bewegung und Haltung - siehe "Normal Function" im Rolfing) im ganzen Körper möglichst zu erhalten - idealerweise sogar zu verlängern. Weshalb?: gelenkschonend (diese verlieren nicht an Binnenraum - auch nicht in den Zwischenwirbelgelenken!); gewebeschonend (für Muskeln, Sehnen, Bänder und deren Knochenansätze); Eingeweide haben mehr Platz und damit ideale Lebensbedingungen (auch die Atmung!); Blut zirkuliert freier; ... und auch die Seele fühlt sich wohl...

Wie erreiche ich dies?

Möglichst wenig Muskeln benötigen (v.a. die tonischen Anteile (Haltemuskeln) nicht, die bei Tätigkeit zur Verkürzung neigen) -> Bewegung mit einer Entspannung und nicht mit einer Kontraktion beginnen -> "Gratiskräfte" benützen (Schwerkraft/Gewicht, elastische Spannkraft des Bindegewebes/Fasziennetzes -> geschmeidige Schwing- oder Katapultbewegungen); achsennahe Myofaszien (Muskeln + Bindegewebe) erfüllen diese Aufgaben besser als das Hüllgewebe (Schwingen der Beine aus dem Bauch - aus dem Psoas und nicht mit oberflächliche Beinmuskeln, der Arme aus dem Thorax - mit tiefen Schulterblattmuskeln und nicht aus Schulter-Nacken); mehr oder weniger gebeugte Gelenke (haben mehr Raum als durchgestreckte - Achtung bei Nordic Walking, v.a beim forcierten!): Schultergürtel vorne und Füdli nach hinten (leichtes Falten im Hüftgelenk - und auch in den Knien).

Der Schwerpunkt soll in der Bewegung möglichst ruhig auf einer Linie bleiben und dabei möglichst tief liegen (ergibt wieder weniger Abnützung und grösseres Gleichgewicht - vergleiche mit einem Rennwagen). Die Faltbewegung in der Zickzacklinie (Folding im Rolfing) erfüllt diese Bedingungen (inklusive Innenraumerhaltung) auf ideale Weise! Ein Gelenk hat bei Bewegung am meisten Platz, wenn sich mit der Tätigkeit der Agonisten (z.B. Beugermuskeln) auch die Antagonisten (z.B. die Strecker) entspannen. Beim Joggen soll also sowohl die Vorder- wie auch die Hinterseite des Körpers entspannt und damit lang bleiben.
(übernommen mit schriftlicher Genehmigung von:http://www.dr-walser.ch)




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