Kinder in Bewegung bringen

Für Bewegung muss man etwas tun
Kindheit hat sich in den letzten dreißig Jahren stark verändert. Besonders in den Städten können
Kinder ihren Bewegungsdrang nicht genügend ausleben. Kleine Wohnungen, wenige Grünflächen und gefährlicher Straßenverkehr führen dazu, dass Kinder sich in ihrer Umgebung oft nicht frei bewegen können. Durch den Geburtenrückgang haben zudem viele Kinder keine Geschwister, Nachbarskinder oder
Schulfreunde zum spontanen Spielen in unmittelbarer Nähe. In der Schule hat die Förderung der körperlichen Fähigkeiten einen viel geringeren Stellenwert als die der geistigen. Das zeigt sich unter anderem daran, dass ungefähr jede vierte Sportstunde ausfällt. Die Realität ist also leider weit entfernt von einer Vision, die die AOK 2005 mit dem Deutschen
Sportbund entworfen hat. Die körperliche Leistungsfähigkeit von fast 60.000 Schülerinnen und Schülern wurde untersucht und auf dieser Basis bewiesen, dass bereits eine dritte Sportstunde pro Woche deutsche Schüler fitter macht. Stattdessen wissen viele Eltern sich nicht anders zu helfen, als ihre Kinder vor allen „Gefahren“ abzuschirmen und vor Fernseher oder Computer zu „parken“.
Den Körper durch Bewegung kennen lernen
Kinder, die sich zu wenig bewegen, können keine ausgeprägten Körpererfahrungen machen und sich dadurch nicht optimal entwickeln. Ihnen fällt es schwerer ihre Fähigkeiten richtig einschätzen und damit sind sie unfallgefährdet. „Es gibt einen eindeutigen Zusammenhang zwischen
Motorik, Wahrnehmung und Unfallrisiken“, so Sigrid Dordel und Torsten Kunz, die im Auftrag der Bundesarbeitsgemeinschaft „Mehr Sicherheit für Kinder e.V“ den Zusammenhang zwischen
„Bewegung und Unfällen“ untersucht
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