Kinder brauchen mindestens zwei Stunden Toben täglich
Erwachsene benötigen für die Erhaltung ihrer Gesundheit etwa 2-3 Stunden Bewegung pro Woche. Kinder brauchen, um sich zu gesunden Erwachsenen zu entwickeln, mindestens 2-3 Stunden Austoben pro Tag. Die Auswertung ärztlicher Untersuchungen zeigt, so Dordel und Kunz in ihrer Analyse, eine dramatische Zunahme von Symptomen bei Klein- und Schulkindern, die auf Bewegungsmangel zurück zu führen sind. Immer mehr Grundschüler sind beispielsweise nicht in der Lage, auf einem Bein zu stehen, rückwärts zu laufen oder bei Malstiften Druck und Linienführung zu koordinieren. Mehr als die Hälfte der Kinder und Jugendlichen hat Haltungsschäden. Ein Drittel der Grundschulkinder zeigt deutliche Schwächen in der Gesamtkörperkoordination und schneidet bei Ausdauerleistungen wie zum Beispiel einem 6-Minuten-Lauf unterdurchschnittlich ab. In Nordrhein-Westfalen sind etwa fünf Prozent der Grundschulkinder zu dick, ein Viertel mehr im Vergleich zu 1996, so das Landesinstitut für den Öffentlichen Gesundheitsdienst NRW. Im übrigen Deutschland ist die Situation kaum besser.Bewegungsmangel hat darüber hinaus auch geistige und seelische Konsequenzen. Konzentrations-, Wahrnehmungs- und Lernstörungen treten überdurchschnittlich häufig bei „ausgebremsten“ Kindern auf. Bereits 15 Prozent aller Kinder gelten als verhaltensauffällig, sind beispielsweise besonders ängstlich, aggressiv oder selbstzerstörerisch. Im direkten Vergleich erwiesen sich Kinder, die in ihrem Bewegungsdrang gefördert werden, als geschickter, selbständiger, ausgeglichener, lernmotivierter und kontaktfreudiger.
(übernommen mit schriftlicher Genehmigung von:www.aok.de)


