Kopfschmerzen: Aktive Mitarbeit des Patienten hilft bei der Diagnose
Neben dem Spannungskopfschmerz und der Migräne gibt es zahlreiche weitere Kopfschmerzformen und Mischformen. Kopfschmerz ist also nicht gleich Kopfschmerz und erfordert deshalb eine individuelle Behandlung. Voraussetzung für eine erfolgreiche Therapie ist allerdings die richtige Diagnose. Für die Ursachenfindung sind Beobachtungen der Betroffenen oft entscheidend. Je genauer der Schmerz beschrieben werden kann und je ausführlicher dem Arzt über Begleitumstände und –erscheinungen wie Übelkeit, Licht- oder Lärmempfindlichkeit berichtet werden kann, um so genauer kann die Diagnose gestellt werden. Aufwändige Spezialuntersuchungen sind meist nicht notwendig. Wichtige Informationen für den Arzt sind Antworten auf die folgenden 11 Fragen:1. · Welche Kopfregion ist von dem Schmerz betroffen?
2. · Wie ist der Schmerzcharakter?
3. · Wie stark ist der Schmerz?
4. · Wie häufig treten die Kopfschmerzen auf?
5. · Wie lange dauert der Anfall an?
6. · Wann trat der Kopfschmerz zum ersten Mal auf?
7. · Welche Begleiterscheinungen sind zu beobachten?
8. · Was löste den Kopfschmerz aus?
9. · Was lindert oder verstärkt den Schmerz?
10. · Hat ein Familienmitglied Kopfschmerzen?
11. · Verstärken sich die Schmerzen bei körperlicher Aktivität?
Es lohnt sich auf jeden Fall, den Verlauf der Kopfschmerzen so genau wie möglich zu beobachten. Je mehr Informationen der Arzt hat, um so schneller und zielgerichteter kann eine Behandlung erfolgen.


