Mit Sport das Hautkrebs-Risiko senken?!

 
Mit Sport das Hautkrebs-Risiko senken?!Bewegung scheint die Bekämpfungsrate von Krebszellen im Körper zu erhöhen und damit vor Hauttumoren schützen zu können. Das funktioniert zumindest bei sportlichen Mäusen. Amerikanische Forscher der Rutgers University (New Jersey-New Brunswick/Piscataway, USA) konnten in einer Laborstudie nachweisen, dass sich bei Tieren, die regelmäßig auf einem Laufrad „trainierten“, nach einer Bestrahlung mit UV-Licht ein Drittel weniger Tumore ausbilden als bei ihren Artgenossen. Letztere hatten keinen Zugang zu einem Laufrad in ihrem Käfig. Wahrscheinlich, so vermuten die Wissenschaftler, fördert die körperliche Bewegung die Selbstschutzfunktion der Hautzellen, indem sie dafür sorgt, dass entartete und bösartige Zellen rechtzeitig beseitigt werden. Bildeten sich dennoch Tumore aus, so wuchsen diese bei den „Lauf“-Mäusen zudem wesentlich langsamer.

In einem zweiteiligen Laborversuch wurden haarlose Mäuse zunächst 16 Wochen lang dreimal wöchentlich mit UV-B-Licht bestrahlt. Dieser Anteil des UV-Lichts gilt als besonders krebsauslösend. In den folgenden 14 Wochen hatte die Hälfte der Mäuse Zugang zu einem Laufrad im Käfig, die andere nicht. Die zur Untätigkeit verurteilten Tiere entwickelten nach 3,5 Wochen erste Hauttumore, während das bei den Mäusen mit Laufrad erst nach der doppelten Zeit, also nach sieben Wochen der Fall war. Die Tumore der Bewegungsgruppe waren zudem weniger zahlreich und kleiner. Die nicht-bösartigen und bösartigen Tumore der sportlichen Mäuse waren um bis zu 75 bzw. 73 Prozent kleiner.

Im zweiten Teil der Studie wurden Mäuse zweimal wöchentlich über 33 Wochen mit UV-B bestrahlt. Die eine Hälfte konnte im Laufrad laufen. In diesem Studienabschnitt zeigten sich ähnliche Ergebnisse. Auch hier verringerte das Laufen die Zahl der Tumore je Maus um 32 Prozent. Jüngste Untersuchungen der Forscher ließen vermuten, dass körperliche Aktivität das Einleiten des Selbstmordprogramms in strahlungsgeschädigten Zellen begünstigt. Dieser Schutzmechanismus des Körpers dient dazu, veränderte Zellen zu beseitigen, bevor diese sich zu bösartigen Tumoren entwickeln.

Die Übertragbarkeit der Ergebnisse aus diesen Tierexperimenten auf den Menschen muss erst durch klinische Studien nachgewiesen werden. Für Darmkrebs konnte bereits ein Einfluss der körperlichen Aktivität auf die Häufigkeit der Erkrankung nachgewiesen werden. Mancher Sportmuffel könnte sich durch die Erkenntnisse der Forscher angeregt fühlen, nun doch mit sportlicher Aktivität zu beginnen. Für Sportler wie Nichtsportler gilt aber weiterhin: Nicht ungeschützt in die Sonne gehen!




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