Nebenwirkungen von Blutdoping

 
Nebenwirkungen von BlutdopingBluttransfusionen fuehren - unabhängig von der Art - zu einem Anstieg der Gesamterythrozytenmasse und damit zu einem Anstieg von HB, HKT und Viskosität. In der Normalbevölkerung (27) und bei Patienten mit primärer Polyzythämie steigt das Risiko eines kardiovaskulären Todes exponentiell mit der HB oder dem HKT. Dabei war das relative Risiko in der Gruppe mit den höchsten Konzentrationen 6-fach hoeher als bei der Gruppe mit den niedrigsten (HB) und HKT-Werten (27).Bei Patienten mit Polyzythämie ist eine erhöhte Viskositat mit einem Abfall der Leistungsfahigkeit verbunden.Trotzdem scheint bei jungen männlichen Athleten (12) die Zunahme des arteriellen Sauerstoffgehaltes zusammen mit peripheren Anpassungen die negativen Effekte einer zunehmenden Viskosität auf die VO 2-max zu Übersteigen (Zumindest bis zu einem Grenzwert der (HB) von 20,5 g/100 ml). BD führt zu einer Zunahme des enddistaliastolischen linksventrikulären Volumens und der Blutviskosität, aber, im Gegensatz zur Anwendung von EPO gibt es keine Anzeichen für eine Erhöhung des Blutdrucks (BP) (siehe auch unten) (12, 36).Da Erythrozyten eine begrenzte Lebenserwartung haben, führt die Konservierung von Blut zu einem progressiven Abbau der roten Blutkörperchen (Hämolyse) bereits vor der Reinfusion, der unmittelbar nach Infusion aufgrund einer erhöhten Fragilität noch einmal zunimmt. Diese Hämolvse kann einen leichten vorübergehenden asymptomatischen Iktertus hervorrufen. Eine weitere Folge der Infusion hämolysierten Erythrozyten ist die Freisetzung von Eisen, so daß häufiges BD zu einer Eisenüberladung führen kann (30).

Homologe Transfusionen können -wenn nicht exakt kontrolliert - mit der Übertragung verschiedener Viren wie Hepatitis, HIV, CMV und -anderer einhergehen. Auch können Unverträglichkeiten verschiedener Art gelegentlich Probleme bereiten. (15). Jede Blutzelle besitzt verschiedene Oberflächenantigene, so daß die Zellen des Spenders sich mit Sicherheit von denen des Empfängers unterscheiden. Glücklicherweise löst die Transfusion von Erythrozyten oder Plasma das fremde Antigene enthält, nur dann eine akute Reaktion beim Empfänger aus, wenn dieser den entsprechenden Antikörper besitzt. Dabei spielen Antikörper auf Erythrozytenantigene die bedeutendste Rolle bei Bluttransfusionen, da das Volumen der roten Blutkorperchen höher als das anderer Blutzellen ist. Bei einem Patienten unter Bewußtsein löst schon die Übertragung von wenigen ml an AB0 inkompatiblem Blut bereits innerhalb von 1-2 min Symptome aus. Der Empfänger wird unruhig und klagt häufig über Angstzustände und abdominale Schmerzen. Auch werden Hypotonie, Blutungen und Oligurie beobachtet. Inkompatible Blutkörperchen können 30-60 min nach Beginn der Transfusion Fieber hervorrufen, und jedes Blutprodukt, das Plasma enthält, kann eine Urticaria auslösen.Da autologe Transfusionen weder mit der Übertragung von Krankheiten noch mit Unverträglichkeiten verbunden sind, wurde vor allein dieses Verfahren in den Studien der letzten Jahre verwandt.




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