Shiatsu und Diabetes
„Shiatsu ist eine traditionelle japanische Massagetechnik, die durch Berührung sowie Druck mit Händen Ellenbogen und Füssen versucht den Energiefluss im Körper zu beeinflussen“, sagt Mag. Gabriele Falkensteiner, Neuropsychologin und diplomierte Shiatsupraktikerin. Als Gründer von Shiatsu gilt Tokujiro Namikoshi, der Shiatsu aus der traditionellen japanischen Anma Massage Mitte des 19. Jhd. entwickelte. Das Wort Shiatsu bedeutet Fingerdruck und damit ist gleichzeitig die effektivste Behandlungsmethode im Shiatsu genannt. Eine erfolgreiche Shiatsu Behandlung soll die Selbstheilungskräfte des Menschen entfalten helfen und sich somit positiv auf akute und chronische Krankheiten auswirken. Das Fließen der Energie wird dabei als wesentlicher Aspekt betrachtet. Blockaden, die den freien Fluss von Energie behindern und somit zu Beschwerden führen sollen durch Shiatsu beseitigt werden.“Jeder guten Behandlung geht eine ausführliche Diagnostik voraus!
Am Beginn steht die Gesichtsdiagnostik bei der die Farbe, etwaige Falten, Hautbeschaffenheit, Hautunreinheiten etc. begutachtet werden. Die Zungendiagnostik ist ebenfalls ein wichtiges Detail vor der eigentlichen Massage. Dabei wird die Zunge oben und unten begutachtet und die allgemeine Beschaffenheit, Farbe, Risse etc. genau unter die Lupe genommen. Die Zunge wird in der traditionellen chinesischen Medizin in Zonen für die verschiedenen Elemente eingeteilt.Dann folgt eine ausführliche Befragung über eventuelle Beschwerden, Schmerzen und Probleme. Schmerz ist immer ein Zeichen für Stau oder Stagnation in verschiedenen Meridianen oder verschiedenen Elementen.
Auch die Verdauung, Schlaf und das Befinden nach Bewegung, Nahrungsaufnahme, kalte/warme Hände, Schwitzen etc. wird nicht außer Acht gelassen. Besonders wichtig sind auch vorangegangene Operationen und Krankheiten. Bei Krampfadern ist besondere Vorsicht geboten: Bei Diabetikern kann oft eine Schwächung des Milzmeridians (Milz ist der „Herrscher“ der Blutes) auftreten, wodurch vermehrt Krampfadern und Gefäßprobleme entstehen. Bei Frauen spielt auch der Zyklus oder eine eventuelle Schwangerschaft eine nicht unwichtige Rolle, da in diesem Fall gewisse Techniken nicht angewandt oder bestimmte Akupressurpunkte nicht gedrückt werden dürfen.
Ein sehr erfahrener Shiatsupraktiker kann auch eine „Pulsdiagnostik“ durchführen. Dabei wird der Puls des Klienten ganz genau befundet (in der TCM gibt es 28 verschiedene Pulsqualitäten, die an drei unterschiedlichen Stellen und in drei verschiedenen Tiefen an jedem Handgelenk gelesen werden können).
„Nach dieser ausführlichen Befragung gings dann endlich los“ , sagt Elisabeth, seit 20 Jahren Typ 1 Diabetikerin und Versuchskaninchen! „ Zuerst musste ich mich auf den Bauch legen. Ein bequemes Gewand durfte ich anlassen. Mit Decken wurde ich zugedeckt und dann lesen Sie weiter


