Deshalb ist auch das gesamte Thema "Gesundheitsmanagement" nicht so einfach, weil alle Lehrerinnen und Lehrer individuelle Persönlichkeitsstrukturen haben, die sich gerade im Schulalltag unterschiedlich auswirken. Man müsste eigentlich für jede Kollegin und jeden Kollegen eine eigene Strategie haben, wie man seine Arbeitskraft gesund erhält. Glücklicherweise haben die meisten einen eigenen Überlebensmechanismus, der ihnen hilft, mit den Stresssituationen angemessen fertig zu werden. Für die anderen müsste die Schulleitung einige Hilfen zur Hand haben, die es ihnen erleichtert, mit Stress und Ärger besser fertig zu werden. Es gibt nämlich tatsächlich Möglichkeiten, den Umgang mit diesen beiden Phänomenen zu lernen. Unter "Stress" versteht man alle Belastungen, den Druck und die Anspannungen, denen die Menschen täglich in ihrer Umwelt ausgesetzt sind. Sie bilden den körperlichen und seelischen Druck, dem man nicht ausweichen kann und der zu Anspannungen oder Störungen führt, die einen aus dem Gleichgewicht bringen können. Hier könnte die Schulleitung hilfreich eingreifen, um trotz der ministeriellen und schulaufsichtlichen Vorgaben eine stressmildernde Arbeitssituation herbeizuführen.
"Ärger" ist etwas anderes als Stress. Es ist eine Gefühlsäußerung, die sehr viel mit der Einstellung des eigenen Ichs zur Umwelt zu tun hat. Wenn man den Schülerinnen und Schülern, den Kolleginnen und Kollegen oder der Schulleitung nicht positiv gegenüber eingestellt ist, werden sich viele Möglichkeiten ergeben, dass man sich ärgert. Allerdings ist hieraus schon zu ersehen, dass man die Schulleitung vielfach nicht für den Ärger verantwortlich machen kann; er kommt nämlich aus einem selbst. Auf der Webseite Stress und Ärger habe ich die Ursachen aufgeführt, die im Schulalltag für diese Erscheinungsformen verantwortlich sind. Dort finden Sie auch Behandlungsmöglichkeiten, wie man besser damit umgehen lernt.
(übernommen mit schriftlicher Genehmigung von:http://www.tresselt.de)


