Über Arbeitszeit
Einen bedeutenden Faktor hinsichtlich der Arbeitszufriedenheit macht die Arbeitszeit in der Schule aus. Dabei spielt natürlich der Stundenplan eine große Rolle. In Grundschulen und kleinen Systemen kann er sehr lehrerfreundlich und ohne viel Springstunden gestaltet werden. Das ist bei steigenden Schülerzahlen und zunehmender Differenzierung nicht mehr der Fall. Noch schlimmer ist es an Ganztagsschulen. Hier steigt durch den Mittagsbetrieb die Anwesenheitszeit überproportional zur bezahlten Unterrichtszeit an.Ungünstige Stundenpläne sind meist nur in den ersten Wochen nach Schulbeginn ein Stein des Anstoßes, danach gewöhnt man sich daran, weil sich im Laufe der Jahre doch die Vor- und Nachteile ausgleichen. Das ist jedoch nicht der Fall, wenn man Fächerkombinationen hat, die immer auf den Nachmittag verlegt werden oder ein Randstundendasein fristen, weil sie nicht verpflichtend für alle sind. Ein größeres Problem stellen die Vertretungsstunden dar, die sich im Laufe eines Jahres in immer größerer Zahl einstellen. Durch die ministeriellen Vorgaben hat sich in den letzten Jahren der Anteil an Vertretungsstunden immer mehr erhöht. Hinzu wird jetzt fachfremder Vertretungsunterricht kommen, da durch die verfehlte Einstellungspolitik des letzten Jahrzehnts den Schulen die Fachlehrer ausgehen. Hier sind die Schulleitungen nun gefordert: Sie werden die Vertretungsstunden zwar nicht abschaffen können, aber sie können die Anzahl und den Nervenaufwand durch entsprechende organisatorische Maßnahmen senken. Das Kollegium wird es ihnen danken (und sie dafür loben!). Möglichkeiten dazu habe ich auf meiner Webseite Vertretungsstunden aufgeführt.
In den letzten Jahren sind immer mehr Teilzeitkräfte in die Schulen gekommen und inzwischen haben die Schulleitungen auch erkannt, dass Teilzeitkräfte einen viel größeren Teil ihrer Zeit in die schulische Arbeit einbringen als sie anteilig besoldet werden. Möglichkeiten zu einem gerechteren Unterrichtseinsatz habe ich auf der Seite Teilzeitarbeit angegeben.


