Was sind soziale Phobien?

Als Soziale Phobien werden anhaltende Angst- und Vermeidungsreaktionen bezeichnet, die durch soziale Kontakte und / oder durch
Leistungsanforderungen aktivert werden. Im Laufe einer ungünstigen Entwicklung wirkt schon das bloße Vorstellen einer solchen Situation angstauslösend. Bei manchen Betroffenen steigern sich die Angstreaktionen bis zu Panikanfällen. Einschränkungen der beruflichen Leistungen und der sozialen Kontakte sind meistens die Folge. Häufig werden die anfänglichen Beschwerden ins späte Jugendalter datiert, ein
Störungsbeginn nach dem 25. Lebensjahr ist eher selten. Bei Männern tritt die
Störung überwiegend zum ersten Mal vor dem 20. Lj auf, bei Frauen eher danach. Nur wenige unbehandelte Störungen klingen von selbst wieder ab. Mehr als 2% aller Frauen in der BRD leiden an solchen Beschwerden, unter den Männern sind es weniger als 2%. Die Statistik weist weiter aus, dass Personen mit Sozialen Phobien dreimal so viele berufliche und alltägliche Ausfallzeiten haben, wie solche ohne psychische Störung und 1,5 mal mehr als beispielsweise Diabetiker.
Ablauf der Störung
Nachdem sich die Störung eingenistet hat, um sich in unschöner Weise zu wiederholen, lassen sich in ihrem Ablauf drei bis vier
Phasen unterscheiden. Zentral ist ein kritisches Ereignis bzw. ein kritischer Zeitpunkt t(krit). Zu diesem Zeitpunkt t(krit) muss eine gefürchtete soziale Begegnung und / oder eine befürchtete Leistung ausgeführt werden. Zeitlich vor t(krit) liegt eine kürzere oder längere Zeitspanne, in der sich die negativen Erwartungen und die damit verbundenen Angstgefühle immer stärker aufbauen:
Phase 1
beispielsweise wenn man zu einer Party des Chefs eingeladen worden ist, die in 2
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