Was sind Stressoren?

Individuelle Stressoren
- Misserfolge
- Angst vor der Aufgabe
- Ermahnungen und Tadel
- Familiäre Probleme
Soziale Stressoren
- Hohe verantwortung
- Konkurrenzverhalten im Kollegium (Mobbing)
- fehlende Unterstützung und Hilfe
- fehlende Anerkennung
- Konflikte mit vorgesetzten
Zunächst einmal sollten Sie eine persönliche Stressanalyse machen. Dabei werden alle Faktoren aufgeschlüsselt, die für Sie persönlich besondere Stressquellen sind (=Stressoren): Vor einigen Jahren habe ich zum 25jährigen Bestehen der Gesamtschule in NRW auf einer Podiumsveranstaltung in Dortmund einmal den Stress von den Kolleginnen und Kollegen unter dem Titel "Was Spaß macht und motiviert - Was Stress macht und frustriert" formuliert. Der Text ist im Downloadverzeichnis unter dem Namen GEStress.zip zu finden. Dabei ist mir bewusst geworden, dass meine Kolleginnen und Kollegen nicht nur an dem allgemeinen Schulstress, sondern auch an dem speziellen Stress dieser Schulform zu leiden haben. In der nachfolgenden Arbeitszeituntersuchung des Ministeriums wurde das zwar deutlich, Abhilfe schafft aber keiner.
Im Gegensatz zum Stress ist "Ärger" etwas ganz anderes. Die Faktoren, die ihn ausmachen, kommen aus dem eigenen Inneren. Es heißt nicht umsonst "Ich ärgere mich...". Daran merkt man schon, dass man es selbst ist, der das eigene Ich wütend macht. Der äußere Anlass ist nämlich immer der Unterschied des eigenen Maßstabs zu dem meiner Umwelt oder zu dem meiner Mitmenschen. Wenn also Schüler im Unterricht Kaugummi kauen, so ärgert Sie das persönlich vielleicht sehr, während das ein anderer Kollege für völlig normal hält und sich nicht darüber ärgert. Sie ärgern sich über ein Auto, das auf dem Fahrradweg parkt, ein anderer sieht das locker und sagt Ihnen: "Wo soll er denn sonst parken? Ist doch besser so, als würde er in zweiter Reihe parken und den Verkehrsfluss behindern!"
In dieser Art gibt es natürlich in der Schule Hunderte von Kleinigkeiten, die in Ihren Augen einen anderen Stellenwert haben als in den Augen Ihrer Kolleginnen und Kollegen. Gerade Schulleitungen haben in vielen Dingen eine andere Sichtweise als Kolleginnen und Kollegen. Das macht natürlich auch wieder deren Ärger aus. So wäre ein pädagogischer Grundkonsens an der Schule eine wesentliche Basis für ein Zusammenleben mit weniger Ärger. Es wird immer betont, dass erfolgreiche Schulen sich dadurch auszeichnen, dass in den Konferenzen eine Grundkonsens für die Bildungs- und Erziehungsarbeit in der Schule geschaffen wurde. Der ist nämlich wichtig, damit die kleinen Ärgernisse, die auch den Kleinkrieg zu Beginn einer Unterrichtsstunde oder viele Konflikte auf dem Schulgelände auslösen, beseitigt werden. Darin wird z.B. festgelegt, ob Mützen im Unterricht erlaubt sind, ob man im Unterricht essen darf, ob das Rauchen auf dem Schulhof erlaubt ist, ob man den Schulhof verlassen darf, was mit Schülern geschieht, die laufend zu spät kommen, wie man verbalen oder körperlichen Angriffen gegenüber steht, wie man mit Schüler umgeht, die auf der Toilette rauchen u.v.a.m. Wenn keine Einigung zustande kommt, ist der Ärger deutlich größer, weil die Konflikte immer auftreten und jeder anders lesen Sie weiter


