Gewohnheitskonsum:
Gewohnheitskonsumenten unterscheiden sich von Gelegenheitskonsumenten dadurch, dass sie wesentlich stärker auf die individuelle Verfügbarkeit des Suchtstoffes (z. B. Haschisch) angewiesen sind, ohne dass man bereits von einer Sucht oder Abhängigkeit sprechen kann. Besonderes Merkmal ist dabei der regelmäßige Konsum des Suchtmittels, der mehrmals wöchentlich – manchmal auch täglich – erfolgt. Dem Suchtstoff wird häufig schon eine bedeutende Funktion zugeschrieben. Dementsprechend konsumieren Gewohnheitskonsumenten vielfach konfliktbehaftet und funktionsorientiert, um Anspannungen abzubauen bzw. Hemmungen oder Langeweile entgegenzuwirken. Dabei geht oft darum, negative Gefühle zu vermeiden, womit bereits die Verdrängungsfunktion des Suchtmittelkonsums in den Mittelpunkt gerückt wird, der dann auch den oft fließenden Übergang in den abhängigen Konsum bildet.In dieser Phase des Konsums nimmt der sog. Missbrauch der Stoffe sowohl quantitativ als auch qualitativ zu. Deutlich wird der Missbrauch u. a. in Gewaltanwendung gegen Dritte infolge übermäßigen Alkoholkonsums, beim Führen eines Kraftfahrzeugs unter Alkohol-, Medikamenten- oder Opiateinfluss oder auch Überdosierungen mit allen Suchtstoffen.
(übernommen mit schriftlicher Genehmigung von:http://www.jugend-hilft-jugend.de)


