Menschen bemühen sich fortwährend abzunehmen, haben viele Diätversuche hinter sich, fassen fortwährend gute Vorsätze, schwanken häufig im Gewicht und kennen Gefühle von Unzufriedenheit mit sich selbst und ihrem Körper. Darüber hinaus haben adipöse Menschen eine gestörte Wahrnehmung von Hunger und Sättigung. Bei adipösen Menschen dreht sich vieles rund um die Diät. Beim Erscheinen jeder neuen Diät wird geglaubt, jetzt die ideale Lösung gegen das Übergewicht gefunden zu haben.

Wochenlang besteht Genügsamkeit mit Eiern, Kartoffeln, Säften oder auch nur Wasser. Abführmittel und Appetitzügler werden geschluckt. Diese Menschen quälen sich mit dem Essen eines Salattellers, während andere ein saftiges Stück Fleisch mit Pommes frites genießen. Bekannt ist auch der nächtliche schleichende Gang zum Kühlschrank, um das zu essen, was man sich tagsüber eisern verbietet. Viele kennen auch die Erfahrung, in einem Freßanfall wahllos alles in sich hineinzuschlingen, um anschließend voller Groll und Schuldgefühle über das eigene Fehlverhalten zu sein. Das Gefühl des Versagens überdeckt schließlich viele andere Gefühle. In unserer Gesellschaft herrscht eine Diätmentalität. Diäten werden häufig als das einzige Mittel angesehen, um abzunehmen.Für die meisten Menschen funktionieren Diäten nicht. Diäten verhelfen meist dazu, das zu essen, was man nicht mag, und daß man sich vormachen muß, es zu mögen. Sie helfen nicht zu erkennen, wann man wirklich hungrig und wann man gesättigt und befriedigt ist. Sie helfen auch nicht, die Ursachen des Übergewichts zu beseitigen.
(übernommen mit schriftlicher Genehmigung von:http://www.magersucht.ch)




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