ach so schwer wiegen.

Man möchte beschützen, nicht anschwärzen, sich nicht der Tatsache stellen und schon gar nicht mit hinein gezogen werden. Klar ist es schwer, wenn man einen Kollegen auf seine Trinkgewohnheiten ansprechen soll. Oder wenn die Familie vielleicht auf die Idee kommt, dass man als Partner für das Trinken des Anderen verantwortlich zu machen ist. Aber Niemand tut sich selber oder dem Alkoholiker einen Gefallen damit, wenn man versucht, die Sache herunter zu spielen oder mithilft sie zu vertuschen. Denn ist der Alkoholiker nicht gerade deshalb in die Sucht abgerutscht, weil er sich nicht anders zu helfen wusste. Weil er der Meinung erlegen ist, dass Alkohol Probleme löst. Wir wissen das das nicht stimmt. Aber wir unterstützen dennoch diese Falschmeinung?

Ein Alkoholiker muss erst am Boden liegen, um zu begreifen, dass er vom Alkohol loskommen muss! Hart, aber in den meisten Fällen wahr. Je leichter wir es dem Alkoholiker machen, indem wir ihn immer wieder auffangen und immer wieder seine Sucht unterstützen, wenn wir für ihn lügen oder ihm sogar Alkohol beschaffen, desto weniger wird der Alkoholiker einen Grund darin sehen, mit dem Trinken aufzuhören. Und ist der Alkoholiker nicht auch egoistisch genug unser Leben gleich mit zu zerstören? Warum können wir nicht egoistisch genug sein, ihn zu verlassen, oder auch fallen zu lassen, wenn er nicht bereit ist, sich den Weg in die Trockenheit zu erkämpfen?
(übernommen mit schriftlicher Genehmigung von:http://www.kessie.de)




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