Alkoholkonsum und Erkrankungsrisiko

 
Alkoholkonsum und Erkrankungsrisiko

Rausch und Vergiftung


Die akute Alkoholwirkung führt zu einem in seiner Intensität dosisabhängigen Rauschzustand. Man kann drei Stadien unterscheiden:

Bei einem Blutspiegel von 0,5-1,2 Promille Alkohol kommt es zur Beeinträchtigung von höheren und komplizierten Hirnfunktionen: Das bedeutet Enthemmung, vermindertes Verantwortungsgefühl, oberflächlicher und verlangsamter Gedankenablauf, Unterschätzung von Gefahren, Überschätzung der eigenen Fähigkeiten etc. Die psychomotorischen Fähigkeiten sind leicht beeinträchtigt. Äußere Zeichen einer Berauschung fehlen weitgehend.

Bei einem Blutspiegel von 1,3 bis 3 Promille Alkohol wird die Berauschung auch äußerlich deutlich sichtbar. Die Bewegungen werden unpräzise und unkoordiniert, die Reaktionsfähigkeit wird herabgesetzt, die Aufmerksamkeit sinkt ab, das Tiefensehen und die Weite des Gesichtsfeldes werden eingeschränkt, Doppeltsehen tritt auf, triebhaft gesteuertes Verhalten tritt in den Vordergrund.

Steigt der Blutspiegel auf über 3 Promille Alkohol an, kommt es allmählich zur Lähmung des Nervensystems. Die geistigen Fähigkeiten erlöschen und es tritt schwerer, tiefer Schlaf ein. Ein Anstieg des Blutalkoholgehalts auf über 4 Promille kann den Tod zur Folge haben.

Die akute Alkoholvergiftung führt zu tiefer Bewusstlosigkeit. Der Vergiftete ist weder ansprechbar noch erweckbar. Seine Haut fühlt sich kalt und feucht an, die Körpertemperatur sinkt ab, die Atmung wird langsam und geräuschvoll, der Pulsschlag ist beschleunigt, die Pupillen können erweitert sein.

Psychiatrische Begleit- und Folgeerkrankungen bei chronischem Alkoholismus

2.1 Alkoholdelir, Delirium Tremens

Dieses Zustandsbild kann bei lang dauerndem, chronischem Alkoholismus reaktiv bei jeder Veränderung des Trinkstils eintreten. Allerdings werden nur etwa 15% der Alkoholiker von ihm befallen. Meist ist es Teil eines Entzugssyndroms. Es kündigt sich durch ein Prädelir an. Dieses Zustandsbild ist gekennzeichnet durch unruhige Träume und Schlafstörungen, vegetative Erscheinungen vor allem im Sinne von Schwitzen lesen Sie weiter




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