Alkoholsucht

 
Alkoholsucht

1. Warnzeichen:

Das gleichzeitige Vorhandensein von Alkoholbedingten psychischen und sozialen Problemen, gemeinsam mit typischen körperlichen Erkrankungen, kann charakteristisch für eine Alkohol bzw. Suchtproblematik sein.
Häufige, psychosoziale Probleme beim chronischen Alkoholismus sind:

  1. Zunehmende familiäre Probleme mit einer charakteristischen Vergröberung, des gemeinsamen Umganges bis hin zur Ausgliederung des Patienten, im Zusammenhang mit seiner Alkoholproblematik
  2. Probleme am Arbeitsplatz
  3. Erhöhte Verletzungsgefahr
  4. Verlust des Führerscheines
  5. Rückzug des Freundes Kreises
Häufige Symptome die bei Alkoholkrankheit vorliegen sind: eine Alkoholfahne, charakteristische Veränderungen der Haut, (z.B. Gelbverfärbung), Verlust der Körperbehaarung, vielerlei ungeklärte Verletzungen und Blutergüsse, Erkrankungen der Leber (Leberentzündung bis zur Leberzirrhose), Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse, häufige und langwierige Magenerkrankungen, Kreislaufregulationsstörungen, Fettstoffwechselstörungen, Erkrankung des Nervensystems, Stimmungslabilität, Depressivität, Schlafstörungen, Nachtschweiß, morgendlicher Übelkeit, Schreckhaftigkeit, Minderung der Merkfähigkeit, Konzentrationsstörungen, undifferenziertes vergröbertes Verhalten. Die Kombination der psychosozialen Folgeerscheinungen gemeinsam mit diesen verschiedensten körperlichen Erkrankungen, weisen auf eine Alkoholproblematik hin. Es muss hier festgestellt werden, dass häufig diese körperlichen Erkrankungen rein symptomatisch behandelt werden, ohne auf den Hintergrund, nämlich eine Alkoholerkrankung, genauer einzugehen. Sollte sich jedoch klar herausgestellt haben, dass ein Alkoholproblem vorliegt, ist die Frage inwieweit man das Gespräch mit den Betroffenen gestaltet und wie man diese zu einer Alkoholbehandlung motivieren kann.

Motivation:

Für die Motivation von alkoholkranken Patienten sind 3 Punkte wichtig
  1. Der Patient muss sich über die Schwere der Erkrankung klar sein
  2. Er muss über die Möglichkeiten der Behandlung Bescheid wissen.
  3. Es müssen Behandlungsplätze verfügbar sein.
Wenn man den Patienten darauf hinweist, dass es sich um eine schwere Erkrankung handelt, ist es besonders wichtig von Schuldzuweisungen und Anklagen Abstand zunehmen.

Menschen die verschiedensten Stressoren ausgesetzt sind, können einerseits über körperliche Erkrankungen die überstarke Belastung zum Ausdruck bringen, anderseits besteht auch die Möglichkeit über psychische Folgeerkrankungen, in diesem Falle über süchtiges Verhalten, die Belastung zu lesen Sie weiter




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