Polarität:
Allmacht/Ohnmacht: Das Selbstbild ist sehr schwankend, pendelt zwischen narzistischem Größenwahn und tiefer Selbstverachtung. Meist herrscht eine tiefe Wut vor, dass die Welt in der Regel nicht die kindlich-phantastischen Träume über die Gestaltung des Lebens zuläßt.Konfliktverarbeitung:
Konflikte werden in der Regel mit sogenannten Spaltungsmechanismen beantwortet, die dazu dienen, den Konflikt nicht existent zu machen: Folgede Spaltungsmechanismen werden beobachtet: Verleugnung: Einteilung in Gut und Böse Realitäten werden so aus der Wahrnehmung gestrichen, dass sie nicht abrufbar sind. Abgleiten in einen Dämmerzustand. Depersonalisation Verminderte Unterscheidung zwischen Phantasie und Realität, dadurch Anpassung der Realität an das Wunschdenken.Projektive Identifizierung:
Eigene unerwünschte Gefühle, Bedürfnisse, Wünsche, Triebe werden in eine andere Person projeziert. So kann z.B. der Selbsthass auf eine andere Person projeziert werden, dessen armes Opfer man dann ist.Idealisierung/Identifizierung:
Mit der Bezugsperson findet eine nahezu absolute Identifikation statt. Der Borderliner fühlt und wünscht sich "eins zu sein" mit der Person. Um dies tun zu können, muß die Person frei von negativen Seiten sein. Sie wird idealisiert.Das führt dazu, dass Hass und Aggression unterdrückt werden.Größenideen/Entwertung:
Das eigene Minderwertigkeitsgefühl wird durch die Entwertung, das Kleinmachen der engen Bezugsperson aufgewertet. Das führt dazu, dass ein Borderliner kaum zu kritisieren ist, denn oft reicht schon die kleinste Kritik aus, um vom Borderliner auf das heftigste entwertet zu werden.Agieren:
dient der Spannungsreduktion, oft sehr autoaggressiv, oft mit hoher Dramatik in Szene gesetzt.(übernommen mit schriftlicher Genehmigung von:http://www.jugend-hilft-jugend.de)


