Drogenabhängikgeit und Sucht
Bei vielen Suchtmitteln und Wirkstoffen können wir davon ausgehen, dass sie die Produktion oder die Ausschüttung verschiedener körpereigener Stoffe unterstützen. Werden diese Stoffe einem Körper künstlich zugeführt, stellt dieser die körpereigene Produktion sukzessive ein. Wird dann aus verschiedenen Gründen der Suchtstoffkonsum eingestellt, kommt es zur Unterversorgung des Körpers mit diesen, bisher künstlich zugeführten oder aufgrund des Suchtstoffkonsum verstärkt ausgeschütteten Stoffen. Die in diesem Fall auftretenden Symptome sind körperliche Entzugserscheinungen. Die Erklärung der körperlichen und psychischen Suchtentstehung kann man sich im wesentlichen an die klassischen Erklärungsmodelle zur Suchtentstehung anlehnen. Entsprechend vielfältig können durch den Konsum dieser Stoffe unterschiedliche Ausprägungen körperlicher und/oder psychischer Abhängigkeiten entwickelt werden.Wichtig ist jedoch die Differenzierung zwischen den Begriffen Konsum, Mißbrauch und Abhängigkeit (Sucht), sowie Toleranz und Gewöhnung. Der Begriff Abhängigkeit selber ist dabei hinreichend wissenschaftlich definiert. Eine große Menge Fachliteratur ist dazu erschienen, so daß hier darauf verzichtet werden kann, das alles noch einmal nachzuerzählen. Deshalb nur kurz einige wichtige Wesenszüge des Begriffs Abhängigkeit. Abhängigkeit wird medizinisch auch als chronisch- exzessiver bzw. pathologischer Konsum bezeichnet. Vom Abhängigenkonsum wird gesprochen, wenn die Funktionszuschreibung an den Stoff derartig umfangreich und vielschichtig ist, daß ein Dasein ohne den Konsum des Suchtmittels für den Konsumenten nicht realisierbar erscheint. Die Einnahme einer Substanz ist ein derart wichtiger Teil seines Lebensstils geworden, daß ein Ausbleiben des Konsums die Person in eine extreme Notlage seines zwanghaften Verlangens nach Zufuhr der Substanz hervorruft. (WHO-Definition).
Sucht ist dabei der krankhafte Endzustand der Abhängigkeit eines Menschen von einem Stoff, einem Genußmittel oder einer Verhaltensweise. Der Mensch ist in diesem Zustand nur noch bestrebt, sich das Suchtmittel mit steigender Dosis zuzuführen. Enthaltsamkeit vom Suchtmittel ist nicht mehr möglich und führt zu allen möglichen sogenannten "Entzugserscheinungen". Sein Ziel im Endzustand ist es nicht mehr, die "berauschende" Wirkung des Stoffes oder des Verhaltens zu erreichen, sondern nur noch die Verhinderung oder Beendigung der Entzugserscheinungen herbeizuführen. Dadurch wird ein Stoff oder auch eine Verhaltensweise (Spielen, lesen Sie weiter


