Essanfälle: Gut oder Schlecht für Sie?

 
Essanfälle: Gut oder Schlecht für Sie?Viele Betroffene, egal ob unter-, über- oder normalgewichtig, berichten von Essanfällen. Diese sind durch Kontrollverlust gekennzeichnet. „Ich esse immer weiter, auch wenn ich schon satt bin! Auch wenn ich mir fest vorgenommen habe rechtzeitig aufzuhören, esse ich immer weiter!“ Leidet ein Mensch unter Essanfällen, führt dies häufig zu Selbstvorwürfen, Schamgefühlen und Depressionen.

Betroffene, die unter Binge Eating leiden, haben Essanfälle. Die Nahrungsmittel bleiben jedoch, im Unterschied zur Bulimie, dem Körper erhalten. Viele berichten auch, ständig zu essen, so dass ein Anfall sich über den ganzen Tag hinziehen kann. Eine Untergruppe sind die „Nachtesser“ (night eating syndrom). Bei den „Nachtessern" finden die Essanfälle entweder vor dem Schlafengehen statt oder in der Nacht, als Schlafunterbrechung. Essanfälle gehören ebenfalls zum Krankheitsbild der Bulimie. Die Menge der bei einem Essanfall aufgenommenen Nahrungsmittel ist enorm groß. Es wird z.B. der Inhalt von zwei Einkaufstüten verzehrt.

Die Nahrungsmittel sind meist leicht verzehrbar und haben viele Kalorien. Die Essanfälle werden häufig geplant und können sich über mehrere Stunden hinziehen. Dabei ist es den Betroffenen äußerst wichtig heimlich zu essen. Sie schämen sich für ihr Verhalten und haben Angst davor entdeckt zu werden. Magersüchtige berichten manchmal auch von Essanfällen. Jedoch ist für sie ein Essanfall anders definiert. All das, was Magersüchtige „außerplanmäßig“ und (selbst)- „verbotenermaßen“ gegessen haben, wird als Essanfall bezeichnet. Das kann z.B. ein Apfel sein!!! Der Kontrollverlust ist hier mit großen Selbstvorwürfen verbunden, so dass es manchmal zu Gegenmaßnahmen wie Erbrechen, exzessivem Sport oder Abführmittelmissbrauch kommt.




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