Essstörungen (ausschliesslich Übergewicht)

 
Essstörungen (ausschliesslich Übergewicht)Zu den Eigenschaften der Menschen mit Essstörungen gehört, dass sie sich besonders viel mit Ernährungsproblemen beschäftigen. Sie sind auch in unserem Gesprächsforum oft gesehene, aktive, willkommene Gäste. Wir möchten erklären, was wir ihnen diesbezüglich (und anderen Besuchern) bieten, wie wir ihnen helfen können und wo und warum diesen Bemühungen Grenzen gesetzt sind. Ein Vorteil des Interne kontaktes ist die Entfernung. In einem Forum ist sogar die Anonymität gewährleistet. Dadurch ist die Schwelle zur Mitteilung des Problems tiefer, die Zweifel, ob es wichtig, gravierend ist, wie es entgegengenommen wird, kleiner. Für scheue, zurückhaltende, eher feine Menschen eine grosse Erleichterung. Auf der anderen Seite wurzelt hier unsere Pflicht bei Verdacht auf eine Essstörung, unsere Vermutung der/dem Fragenden auch mitzuteilen. Wir erfahren (im Internet und in der Praxis), dass viele Untergewichtige immer wieder auf verschiedene Krankheiten untersucht werden, ohne dass man ihnen die Möglichkeit einer Essstörung erwähnt, oder zu erwähnen wagt. Dabei sind die Heilungsaussichten desto grösser und die Folgen dieser Krankheiten kleiner, je früher man mit der Behandlung beginnt. Der erste, sehr wichtige Schritt ist mit der Annahme der Krankheit getan.

Wann soll man an eine Essstörung denken? Sicher nicht erst bei Problemen mit dem Gewicht*. Wie bei den meisten chronischen Krankheiten, gibt es Vorstadien und mildere Formen. Auf eine Essstörung weißt folgendes hin:
  • Zwanghafte Beschäftigung mit den Problemen von Gewicht und Essen und dem Bedürfnis, sie unter Kontrolle zu haben. Angst vor einer Gewichtzunahme.
  • Störung des Eigenbildes, z. B. trotz unterem Normalgewicht oder sogar starkem Untergewicht, Gefühl von entstellenden Fettansammlungen an verschiedenen Körperteilen
  • Zwanghaftes Bewegungsbedürfnis, das dem Ernährungszustand und der Leistungsfähigkeit nicht mehr entspricht.
  • Erbrechen und Einnahme von verschiedenen Medikamenten, die das Gewicht unter Kontrolle bringen sollen (abfuhr- und harntreibende Mittel, Schilddrüsenhormone).
  • Untergewicht und Widerstand, es zu normalisieren.
  • Fressattacken.
  • Fehlende Menstruation.
  • Essstörungen kommen nicht selten bei gewissen Sportarten vor.
  • Essstörungen sind keine harmlosen Krankheiten. Je schwerer sie sind und je länger sie dauern, desto schwerere Schäden können sie für den Rest des Lebens hinterlassen. Bis 20% der schweren Magersüchtigen sterben frühzeitig an den Folgen dieser Krankheit!





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