Fütterstörungen: Erste Schritte heraus

- Achten Sie auf einen geregelten Tagesablauf mit regelmäßigen Mahlzeiten und nahrungsfreien Pausen.
- Trennen Sie Mahlzeiten von Spielzeiten.
- Führen Sie Löffelkost und feste Nahrung erst dann ein, wenn Ihr Kind hierzu bereit ist: Wenn es sich zum Beispiel dafür zu interessieren beginnt, was andere essen, wenn es beim Zuschauen den Mund bewegt oder den Mund öffnet, wenn es den Löffel sieht.
- Bieten Sie Ihrem Kind Mahlzeiten an, die seinem Alter entsprechen und kindgerecht zubereitet sind. Zeigen Sie Kompromissbereitschaft was die Lieblingsgerichte des Kindes angeht, bleiben Sie aber auch konsequent bei der Durchsetzung Ihrer Vorstellungen.
- Die Trink- und Nahrungsmenge, die Kinder zum Gedeihen benötigen, variiert stark von Kind zu Kind und von Mahlzeit zu Mahlzeit. Lassen Sie sich von den auf Packungen angegebenen Nahrungsmengen nicht irritieren. Wichtiger sind Hunger und Sättigung Ihres Babys.
- Lassen Sie sich daher von den Hunger- und Sättigungssignalen Ihres Babys darin leiten, wie viel es isst. Warten Sie ab, bis es sich dem Löffel zuwendet und beenden Sie das Füttern, wenn es sich abwendet oder den Mund schließt. Kinder wissen in der Regel sehr genau, wann sie genug haben.
- Geben Sie Ihrem Kind nicht kurz vor der Mahlzeit zu trinken und lassen Sie es nicht mit einer Dauernuckelflasche herumlaufen. Auch kleine Mengen von gesüßtem Tee oder verdünntem Saft können den Appetit drosseln.
- Bieten Sie nur kleine Portionen auf dem Teller und kleine Mengen auf dem Löffel an.Achten Sie auf die richtige Haltung beim Füttern: Nehmen Sie Ihr Baby auf dem Schoß in ihren Arm, so dass sein Kopf und Hals aufrecht sind und es Sie anschauen kann. Bei manchen Babys, die schon frei sitzen können, gelingt das Füttern im Hochstuhl besonders gut.
- Lassen Sie Ihr Kind bei möglichst vielen Gelegenheiten gemeinsam mit Ihnen am Familientisch essen. Dabei sollte eine angenehme Atmosphäre herrschen, meiden Sie Streitgespräche am Tisch. Unterstützen Sie das Kind, sobald dieses selbstständig essen will.
- Üben Sie keinen Druck oder Zwang aus, wenn Ihr Kind einmal etwas nicht mag oder offenbar keinen Hunger hat. Lassen Sie ihm Zeit, wenn es etwas Neues probiert und loben Sie es dafür.


