Ängste begünstigen oft den Alkoholismus.

 
Ängste begünstigen oft den Alkoholismus.Neben den Depressionen gehören Ängste zu den häufigsten psychischen Störungen in Kombination mit Alkoholismus.

Ängste sind in gewissen Maße normal und schützen den Menschen vor Gefahrsituationen. Pathologisch (krankhaft) werden Ängste, wenn Sie den betreffenden Menschen behindern und einengen. Häufig sind Ängste der Auslöser für Alkoholkonsum bzw. einen Rückfall. Daher ist die Behandlung der Ängste in der Alkoholtherapie von entscheidender Bedeutung für einen Therapieerfolg.

Es werden folgende Ängste unterschieden:

Soziale Phobien

Angst vor sozialen oder Leistungssituationen, in denen Peinlichkeiten auftreten könnten. Die Betroffenen haben Angst, sich zu blamieren und befürchten, andere könnten sie als ängstlich, schwach, “verrückt” oder dumm beurteilen. Symptome können sein: Erröten, Schwitzen, Zittern der Hände, Herzklopfen, Magen-Darm-Beschwerden. Oft werden die Situationen (z.B. im Mittelpunkt stehen, öffentliches reden und essen, Prüfungen, Gespräche mit Autoritäten) vermieden und die vorgezogene Erwartungsangst nimmt zu.

Agoraphobie

Angst vor Plätzen und bestimmten Situationen, in denen eine Flucht nur schwer möglich oder peinlich wäre, z.B. im Kaufhaus, in der Kassenschlange, Kino und Theater, Fahrstühle, Bus und Bahn.

Panikstörung

Plötzliche Angstgefühle “wie aus heiterem Himmel” mit Symptomen wie Kurzatmigkeit, Erstickungsgefühlen, Herzrasen, Angst “verrückt zu werden” oder die Kontrolle zu verlieren, starker Drang zum Fliehen, Übelkeit, Schwindel, Hitzewallungen oder Kälteschauer. Panikattacken treten abrupt auf und erreichen innerhalb von 10 Minuten einen Höhepunkt.

Spezifische Phobie

Damit ist die Angst vor ganz bestimmten Objekten oder Situationen gemeint, z.B. vor Spinnen, Tieren, Flugzeugfliegen, Spritze bekommen. Die Angst ist übertrieben und unbegründet und führt meist zum Vermeiden dieser Situationen und kann dadurch die Lebensführung stark einschränken.

Zwangsstörung

Auch die Zwänge gehören zur Gruppe der Ängste. Zwangsgedanken und Zwangshandlungen können z.B. sein: Händewaschen, Ordnen, Kontrollieren, Zählen, Wörter leise Wiederholen etc.

Ängste können einerseits Ursache des Alkoholismus sein (Alkohol wird von den Betroffenen als “Angstlöser” eingesetzt). Oder Angstzustände können sich auch als Folge des Alkoholkonsums einstellen (z.B. durch die Schuldgefühle und durch das verminderte Selbstwertgefühl, oder kurzzeitig auch als Entzugssymptom ).

Eine medikamentöse Behandlung stellt eher die Ausnahme dar; vorrangig ist die psychologische Therapie während der ambulanten oder stationären Entwöhnungsbehandlung.




Infoflasche die meist komplette Informationsquelle! Helfen Sie uns Infoflasche zu ergänzen und promoten Sie gleichzeitig ihre Site. Haben Sie noch interessante Informationen? Machen Sie sich infoflasche Partner!