Colitis ulcerosa und Ernährung
Unter den chronischen entzündlichen Darmerkrankungen Morbus Crohn und Colitis ulcerosa leiden Menschen mit gewissen angeborenen (genetischen) Voraussetzungen. In den industrialisierten Ländern kamen diese Krankheiten in den letzten Jahrzehnten immer häufiger vor. Vor allem Colitis ulcerosa verläuft in Schüben: Zeiten mit Beschwerden wechseln mit beschwerdefreien Abschnitten. Beides spricht für eine grosse Rolle der Umwelteinflüsse, zu denen auch Ernährung gehört. Nach bisherigen Kenntnissen kann sich Ernährung auf folgende Weise an der Entstehung der Colitis ulcerosa und ihren Schübe beteiligen: Schwefelhaltige Nahrungsmittel. Aus ihnen entsteht im Darm (giftiger) Hydrogensulfit (H2S), der die Bakterienzusammensetzung ändert, die Durchlässigkeit der Darmschleimhaut vergrössert. Das Immunsystem reagiert auf die zunehmende zahl der belastenden Stoffe mit einer Entzündung. Schwefelhaltige Nahrungsmittel sind:
- Tierische Eiweisse: (Rotes) Fleisch, Milch, Käse, Milchprodukte, Eier. Sie enthalten für den Aufbau und die Funktion des Körpers wichtige (essentielle) schwefelhaltige Aminosäuren. Jedoch in einer zu grossen Menge eingenommen, können sie nicht vom Dünndarm vollständig aufgenommen werden, gelangen in den Dickdarm, wo sie die Fäulnisbakterien in Hydrogensulfit umwandeln. Man sollte Frischkäse dem alten, harten Käse vorziehen, da ersterer mehr Wasser, somit weniger schwefelhaltiges Milcheiweiss (Casein) enthält.
- Eine Art Bakterien (Mutaflor) soll sich besonders günstig auf den Verlauf von Colitis ulcerosa auswirken. In der Remission (Besserungsphase) eingenommen, verzögern und vermindern sie einen erneuten Schub.
- Fertigprodukten (auch Schokolade, Brot) werden Schwefelverbindungen als Zusatzstoffe* beigefügt. Dasselbe gilt auch für
- Gedörtes Obst (ausser aus Reform- und Bioläden),
- oft Getränke (Fertigprodukt) und
- Alkoholische Getränke.
- Sulfathaltige Mineralwasser. Es gibt Mineralwasser mit wenig und viel Sulfat, wie Sie auf unserer Seite über Mineralwasser erfahren können. Auch Sulfat wird im Darm zu Hydrogensulfit umgewandelt. In einer Studie wurde vermehrter Konsum von tierischen Fetten (Fleisch, Käse, Butter) vor dem Ausbruch der Krankheit gefunden. In einer anderen war es gewöhnlicher Zucker (Sacharose). Wurstwaren vereinigen ausser Zucker alle diese negativen Einflüsse. Sie enthalten sowohl Fleisch, Fett wie auch Schwefelverbindungen als Zusatzstoffe. Zusatzstoffe können umgekehrt die Einnahme von
- Pflanzlichen Ölen, sowie von
- fasern- und balaststoffhaltigem Gemüse und Obst, die auch viel
- Antioxydantien enthalten,


