Milch enthält einen für den Menschen sehr hohen Anteil an Protein in Form von Kasein. Zur Verdauung von Kasein benötigt man das Enzym Lab, von dem im menschlichen Verdauungstrakt leider nur kleine Mengen zur Verfügung stehen, was die Verdauung natürlich erschwert. Außerdem benötigt die Laktose der Milch (Milchzucker) das Enzym Laktase zur Verdauung, was zumeist nur Babys und Kleinstkinder besitzen. Die Produktion dieses Enzyms wird meist im frühen Kindesalter eingestellt. Das angeblich so äußerst wichtige Kalzium der Milch, das auch der sich immer weiter ausbreitenden Volkskrankheit Osteoporose entgegenwirken soll, ist zumindest in der Werbung der Milchfabrikanten unentbehrlich. Die Wirklichkeit jedoch zeigt, dass bei Völkern, die keine Milch zu sich nehmen, die Osteoporose nahezu unbekannt ist. Vielmehr steht Osteoporose wohl in indirekt proportionalem Zusammenhang mit der Menge der Eiweißaufnahme - je mehr Eiweiß jemand zu sich nimmt, desto höher die Wahrscheinlichkeit, Osteoporose zu bekommen.
Das oben erwähnte Beispiel der Völker, die keinen Milchverzehr kennen, zeigt, dass offensichtlich Milch dem Körper Kalzium entzieht, statt es ihm zur Verfügung zu stellen, wie es uns die Werbung weismachen möchte. 99 % des Kalziums der Kuhmilch wird wenige Stunden nach dem fragwürdigen Genuß im Urin des Menschen wiedergefunden. Zudem übersäuert die Milch den Körper, und um Säure zu neutralisieren, entzieht der Körper seinen Zähnen und seinem Skelett Kalzium mit allen bekannten negativen Folgen. Um es nochmals deutlich auszudrücken: Alle uns bekannten Fakten beweisen, dass Milchverzehr dafür sorgt, dass dem Körper Kalzium entzogen wird!! Wer jedoch glaubt, auf Milch nicht verzichten zu können, sollte zumindest versuchen, Rohmilch zu bekommen. Die meisten Untersuchungen mit Milch finden mit gekochter, pasteurisierter und homogenisierter Milch statt. So kann man zumindest hoffen, dass Rohmilch einige Nachteile der veränderten Milch nicht hat und somit weit besser ist als oben dargestellt. Besser bekömmlich als Kuhmilch ist Milch vom Schaf oder der Ziege. Auf jeden Fall ist es empfehlenswert, Milch nicht als Getränk, sondern als vollständiges Nahrungsmittel ansehen, so wie es im frühkindlichen Stadium jeder Tierart verwendet wird, und es somit immer alleine zu sich zu nehmen.
Als guter Kompromiss für Menschen, die glauben, unbedingt Milchprodukte zu sich nehmen zu müssen, hat sich Süßmolkepulver erwiesen, dem viele für den Körper nur schlecht verträgliche Stoffe der Milch entzogen wurden. Diese wird mit Wasser angerührt, und kann gerade bei Problemen mit der Verdauung oder bei Mangelerscheinungen, die durch schlechte Auswertung der Nahrung entstehen, Abhilfe bringen. Allerdings gibt es hier wieder große Unterschiede in der Qualität - die trainierten Geschmacksnerven eines sich natürlich Ernährenden zeigen ihm, womit die vierbeinigen "Produzenten" der Molke gefüttert wurden: mit Silo-Kost, mit dem Gras überdüngter und artenarmer Wiesen oder mit dem Gras naturbelassener Wiesen, wie es heute in Deutschland oft nur noch im Voralpenland üblich ist.
(übernommen mit schriftlicher Genehmigung von:http://www.diealternativen.de)


