Dosierung bei Eisentherapie?
Als guter Kompromiss zwischen ausreichender Wirksamkeit und dem Auftreten von Nebenwirkungen (intestinale Beschwerden: Übelkeit, Verstopfung, Durchfall) hat sich eine Einzel- und Tagesdosis von 100 mg bewährt. Aufgrund der begrenzten intestinalen Eisenaufnahme erfordert eine erfolgreiche Eisentherapie etwas Zeit und Geduld:- bei einer Tagesdosis von 100 mg Eisen/Tag dauert der Ausgleich einer Anämie
- ca. 3 Monate, wenn keine chronischen Blutverluste vorliegen.
- die Auffüllung der physiologischen Eisenspeicher in Leber und Muskulatur dauert danach nochmals 3 Monate.
Bezüglich einer Schwangerschaft hat sich in der Praxis die Prophylaxe mit 100 Kps. a 100 mg Ferro-Eisen im letzten Trimester bewährt. Dadurch wird der Eisenverlust in von 740 mg genau ausgeglichen. Es ist verschiedentlich diskutiert worden, ob man eines solche Medikation generell in der Schwangerschaft, d.h. auch ohne individuelle Diagnostik empfehlen sollte, um die Entwicklung von Eisenmangel während nach der Schwangerschaft sicher zu verhindern. Obwohl dabei ja eigentlich nur die entzogenen Eisenmenge ersetzt wird, kann man letztlich wohl doch nicht die erbliche Eisenspeicherkrankheit außer acht lassen, die bei jedem 400. Bundesbürger genetisch vorhanden ist. Diese Personen weisen überschüssige Eisenreserven auf, was durch ein hohes Serum-Eisen und Serum-Ferritin angezeigt wird. Diese Frauen sollten in der Schwangerschaft natürlich nicht zusätzlich mit Eisen behandelt werden.


