Hypoallergene bzw. hypoantigene Nahrung
Das darin enthaltene Eiweiß ist so stark zerkleinert, dass es der Darm nicht als artfremd erkennt, sondern wie vorverdaut aufnimmt. HA-Nahrung ist technologisch hochkomplex, nur zur Allergieprävention geeignet, nicht jedoch zur Therapie einer Kuhmilchallergie.Eine Indikation von HA Nahrung
In der Familie- Juckendes Ekzem
- Juckende, verstopfte oder laufende Nase ohne Erkältung – Heuschnupfen
- Neurodermitis
- Asthma
- Aptamil Prematil HA (Fa. Milupa)
- Aptamil HA (Fa. Milupa)
- Beba Start HA (Fa. Nestlé)
- Beba HA 1 (Fa. Nestlé)
- Hipp HA (Fa. Hipp)
- Humana HA (Fa. Humana)
- Aptamil HA 2 (Fa. Milupa)
- Beba HA 2 (Fa. Nestlé)
- Milumil HA 2 (Fa. Milupa)
Beikost
Beikostfahrplan
Mit dem Beginn des 5. LM ist die Entwicklung von Darm und Niere soweit abgeschlossen, dass eine neue Art des Essens gelernt werden kann. Das Kind beobachtet sie genauer beim Essen, greift in den Teller und beginnt an allem zu kauen, was es in die Finger bekommt. Vor dem 5.LM ist der Kau- und Beißimpuls noch nicht voll ausgeprägt, der Saugreflex überwiegt. Frühester Beginn der Beikost ist der 5. Monat, wenn Eltern oder Geschwister an einer Allergie leiden, erst im 7. Monat. Ab Beginn des 7. LM mehr Bedarf an Eiweiß, Mineralstoffen und Vitaminen, d er durch zusätzliche Nahrung gedeckt werden muss.5. Monat: Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei (Mittagsmahlzeit)
Zunächst nur ein Lebensmittel anbieten, Karotten fein püriert oder aus dem Gläschen. Nach 2-3 Wochen wird ein zweites Lebensmittel dazugenommen – Kartoffel oder Reis und nach einer knappen weiteren Woche wird Rind- oder Kalbfleisch zugeben, damit der Säugling ausreichend mit Eisen versorgt wird.6. Monat: Milchfreier Obst-Getreide-Brei (Nachmittag)
Nach dem Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei wird nun als 2. Beikostmahlzeit eine „Obstjause“ angeboten. Man beginnt mit gekochtem Birnen- oder Apfelpüree (bzw Karotte mit Apfel), fein püriert, später auch durch eine zweite Frucht ergänzt. Am Ende des 6. Monat wird dem erwärmten Obstbrei 1-2 EL Reisschleim beigemengt.7. Monat: Getreide-„Milch“-Brei (Abend)
Die im Handel befindlichen Getreidebreie sind kindgerecht aufbereitet und lassen sich in zwei Gruppen einteilen.- Die einen enthalten ausschließlich Getreide (ev. Vitamine und Mineralstoffe zugesetzt) und werden mit der jeweiligen Milchnahrung zubereiten. Wenn noch gestillt wird kann mit Wasser und Gemüse zubereitet werden, aber auch mit PRE-Nahrung oder HA-Nahrung
- Die anderen Getreidebreie enthalten bereits Milchpulver und sind nur mehr mit Wasser zuzubereiten. Milchpulver ist im Eiweißanteil nicht adaptiert, entspricht also einer 2er-Nahrung. Diese Breie können also nur empfohlen werden, wenn bereits eine herkömmliche 2er-Nahrung auf Kuhmilchbasis angeboten wird.
8. Monat: Juniorkost
Diese Menüs enthalten bereits bis zu 7 Hauptzutaten, der Brei kann auch schon gröber sein und weichgekochte Stückchen enthalten. Sobald die ersten Zähne kommen – Brotrinde geben. Ende des 8. Monats auch schon roher geriebener Apfel oder geschabte Banane (sehr zuckerhältig!!)9. Monat: Rohkost
Nun kann dem Kindangeboten werden, je nach Saison und persönlichen Vorlieben. Ein Glas wird aufgrund seines hohen Zuckergehaltes als Mahlzeit gewertet.10.-11. Monat: Umstieg auf Familienkost
Der Übergang zur Familienkost erfolgt schrittweise, das Kind wird nun am Familientisch mitessen. Es erhält seine Mahlzeit kindgerecht zerkleinert und ungewürzt, zunächst noch mit den gewohnten Breien. Kinderkost immer ungesalzen und nicht zu heiß servieren.(übernommen mit schriftlicher Genehmigung von:http://gin.uibk.ac.at)


