HA-Nahrungen in den ersten 6 Monaten einen gleichgroßen Allergieschutz für die ersten 3 Lebensjahre bietet, wie ausschließliches Stillen. Durch diese Allergieprävention kann rechnerisch die Hälfte aller Allergien verhindert werden.

Hypoallergene bzw. hypoantigene Nahrung

Das darin enthaltene Eiweiß ist so stark zerkleinert, dass es der Darm nicht als artfremd erkennt, sondern wie vorverdaut aufnimmt. HA-Nahrung ist technologisch hochkomplex, nur zur Allergieprävention geeignet, nicht jedoch zur Therapie einer Kuhmilchallergie.

Eine Indikation von HA Nahrung

In der Familie
HA Anfangsnahrungen im Handel
HA 2er Nahrungen

Beikost

Beikostfahrplan

Mit dem Beginn des 5. LM ist die Entwicklung von Darm und Niere soweit abgeschlossen, dass eine neue Art des Essens gelernt werden kann. Das Kind beobachtet sie genauer beim Essen, greift in den Teller und beginnt an allem zu kauen, was es in die Finger bekommt. Vor dem 5.LM ist der Kau- und Beißimpuls noch nicht voll ausgeprägt, der Saugreflex überwiegt. Frühester Beginn der Beikost ist der 5. Monat, wenn Eltern oder Geschwister an einer Allergie leiden, erst im 7. Monat. Ab Beginn des 7. LM mehr Bedarf an Eiweiß, Mineralstoffen und Vitaminen, d er durch zusätzliche Nahrung gedeckt werden muss.

5. Monat: Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei (Mittagsmahlzeit)

Zunächst nur ein Lebensmittel anbieten, Karotten fein püriert oder aus dem Gläschen. Nach 2-3 Wochen wird ein zweites Lebensmittel dazugenommen – Kartoffel oder Reis und nach einer knappen weiteren Woche wird Rind- oder Kalbfleisch zugeben, damit der Säugling ausreichend mit Eisen versorgt wird.

6. Monat: Milchfreier Obst-Getreide-Brei (Nachmittag)

Nach dem Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei wird nun als 2. Beikostmahlzeit eine „Obstjause“ angeboten. Man beginnt mit gekochtem Birnen- oder Apfelpüree (bzw Karotte mit Apfel), fein püriert, später auch durch eine zweite Frucht ergänzt. Am Ende des 6. Monat wird dem erwärmten Obstbrei 1-2 EL Reisschleim beigemengt.

7. Monat: Getreide-„Milch“-Brei (Abend)

Die im Handel befindlichen Getreidebreie sind kindgerecht aufbereitet und lassen sich in zwei Gruppen einteilen.

8. Monat: Juniorkost

Diese Menüs enthalten bereits bis zu 7 Hauptzutaten, der Brei kann auch schon gröber sein und weichgekochte Stückchen enthalten. Sobald die ersten Zähne kommen – Brotrinde geben. Ende des 8. Monats auch schon roher geriebener Apfel oder geschabte Banane (sehr zuckerhältig!!)

9. Monat: Rohkost

Nun kann dem Kindangeboten werden, je nach Saison und persönlichen Vorlieben. Ein Glas wird aufgrund seines hohen Zuckergehaltes als Mahlzeit gewertet.

10.-11. Monat: Umstieg auf Familienkost

Der Übergang zur Familienkost erfolgt schrittweise, das Kind wird nun am Familientisch mitessen. Es erhält seine Mahlzeit kindgerecht zerkleinert und ungewürzt, zunächst noch mit den gewohnten Breien. Kinderkost immer ungesalzen und nicht zu heiß servieren.
(übernommen mit schriftlicher Genehmigung von:http://gin.uibk.ac.at)




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