Kohlenhydrate

 
KohlenhydrateFür den menschlichen Organismus sind Kohlenhydrate eine wichtige Energiequelle in Form von Glucose, zusätzlich eine wichtige Energiereserve in Form von Glycogen in der Leber und nicht zuletzt Stützsubstanz für Knochen und Knorpel.
Wichtigster Energielieferant sind Kohlenhydrate vor allem für Gehirn-, Blut- und Nervenzellen, da sie ihre Energie fast ausschließlich aus Glucose gewinnen. Allein das Gehirn benötigt täglich ca. 140 g Glucose, um den eigenen Energiebedarf zu decken. Um kurzzeitige Hungerperioden überbrücken zu können, speichert die Leber ca. 150 g Glycogen. Die Muskeln speichern nochmals ca. 300 g Glycogen, so daß für kurze Zeit der Energiebedarf des Körpers gedeckt werden kann. Diese Reserve reicht dem Körper aber nur 6-12 h, um seinen Energiebedarf zu decken.

Kohlenhydrate dienen aber nicht nur der Energielieferung, sie sind auch für viele Stoffwechselvorgänge wichtig. So sind Kohlenhydrate auch bei einer kalorienreduzierten Diät wichtig. Ist der Kohlenhydratanteil in der Nahrung zu gering, beginnt der Körper Fette und Proteine abzubauen. Der Fettabbau ist wünschenswert, jedoch werden die Fettsäuren ohne ausreichende Kohlenhydratzufuhr nicht vollständig abgebaut. Die entstehenden Abbauprodukte sind für den Körper eher schädlich als nützlich. Durch den überhöhten Fettabbau steigt die Anzahl der freien Fettsäuren im Blut an, zusätzlich erhöht sich der Gehalt an Choleterin im Serum, so daß die Wahrscheinlichkeit an Arteriossklerose zu erkranken stark ansteigt. Durch einen vermehrten Proteinabbau entsteht viel Harnsäure, eine der Hauptursachen für Gicht. Außerdem werden viele stickstoffhaltige Produkte gebildet, die über die Niere ausgeschieden werden müssen. Durch die erhöhte Nierenleistung kann es eventuell zu Nierenschäden kommen. Durch den Abbau von Fett und Proteinen wird viel Wasser und auch Elektrolyte ausgeschieden. Dies kann zu einer ungünstigen Blutdrucksenkung führen. Kohlenhydrate bestehen aus Kohlenstoff (C), Wasserstoff (H) und Sauerstoff (O). Ihre einfachste allgemeine Formel lautet CnH2nOn

Monosaccharide

Zu den Kohlenhydraten zählen die Monosaccharide (Einfachzucker) und ihre Polymere die Oligosaccharide (Mehrfachzucker) und die Polysaccharide (Vielfachzucker).
Zu den ernährungsphysiologisch bedeusamen Monosacchariden gehören Glucose (Traubenzucker), Fructose (Fruchtzucker) und Galaktose (Bestandteil des Milchzuckers).

Disaccharide

Aus den oben genannten Einfachzuckern werden durch verknüpfen zweier Moleküle die Disaccharide (Zweifachzucker).Wichtige Disaccharide sind Saccharose (Haushaltszucker, Rohrzucker), bestehend aus Glucose und Fructose. Lactose (Milchzucker), der aus Glucose und Galaktose besteht. Daneben ist noch die Maltose (Malzzucker) wichtig, die aus zwei Glucosemolekülen besteht.

Oligosaccharide

Oligosaccharide sind Mehrfachzucker, die aus 3 bis 20 Monosaccharidmolekülen bestehen. Sie kommen vor allem in Pflanzen vor. Im tierischen Organismus kommen freie Oligosaccharide kaum vor. In gebundener Form sind sie als Glycoproteine (Proteine verknüpft mit Oligosacchariden) und als Gangliosiden ( spezielle Fette verknüpft mit Oligosacchariden) weit verbreitet.

Polysccharide

Polysaccharide sind Vielfachzucker die aus lesen Sie weiter




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