Polysaccharide kann man nach ihren Funktionen in drei Gruppen einteilen:
- Struktur-Polysaccharide: Cellulose, ein Homoglycan das aus bis zu 10 000 Glucosemolekülen besteht, kommt in allen Pflanzen vor, Cellulose ist die häufigste organische Substanz in der Natur
- Wasserbindende Polysaccharide:Pektin, ein Homoglycan aus Galaktosemolekülen
- Reserve-Polysaccharide: Stärke, ein Homoglycan daß sich aus zwei Makromolekülen der Amylase (ca. 40%) und dem Amylopektin (ca. 60%) zusammensetzt
Amylase besteht aus 250 — 300 Glucosemolekülen, die linear angeordnet sind Amylopektin besteht aus bis zu 100 000 Glucosemolekülen, die verzweigten Aufbau aufweisen
Glycogen, ein Homoglycan aus bis zu 50 000 Glucosemolekülen, mit einem verzweigten Aufbau
Ballaststoffe
Ballaststoffe sind Bestandteile pflanzlicher Lebensmittel, die von den Enzymen des menschlichen Organismus nicht abgebaut werden können. Sie sind für den Körper kaum verwertbare Polysaccharide.Die Ballaststoffe werden in lösliche und den unlösliche eingeteilt. Zu den löslichen gehört zum Beispiel das Pektin. Es bildet mit Wasser zusammen eine Art Gel, diese Eigenschaft ist für die Verdauung sehr wichtig. Zu den unlöslichen Ballaststoffen gehört zum Beispiel die Cellulose oder das Lignin. Diese beiden Substanzen kommen vor allem in den pflanzlichen Zellwänden vor. Sie bilden vor allem Füllstoffe für die Verdauung.
Ballaststoffe sind ein wichtiger Bestandteil unserer Nahrung. Täglich sollten mindestens 30 g Ballaststoffe gegessen werden. In Deutschland liegt der tatsächliche Verzehr bei Männern bei 20 g und bei Frauen bei 17 g pro Tag.
Eine ausreichende Ballaststoffzuführ wäre wunschenswert, da diese Stoffe viele positive Eigenschaften auf unseren Organismus haben. Sie vergrößern unmittelbar nach der Verdauung das Stuhlvolumen. Eine ausreichende Zufuhr wirkt positiv auf Verstopfung, bei Reizdarm und bei Divertikulose (Ausstülpungen der Darmschleimhaut). Ballaststoffe können die Darmkrebsentstehung verhindern bzw. verzögern. Sie wirken auch unterstützend bei einer kalorienreduzierten Diät. Der Speisebrei wird durch die löslichen Ballaststoffe verdickt und somit langsamer resorbiert. Dies führt durch verschiedene Mechanismen zu einer verlangsamten Fetteinlagerung im Körper. Durch Ballaststoffe kann der Cholesteringehalt des Körpers gesenkt werden. Vor einer übermäßigen Ballaststoffzufuhr wird oft gewarnt, da Ballaststoffe in der Lage sind Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine zu binden, die über den Faezes dann ausgeschieden werden. Ballaststoffreiche Lebensmittel enthalten aber auch viele von diesen lebensnotwendigen Stoffe, so daß insgesamt mehr wichtige Stoffe aufgenommen werden, als über die Ballaststoffe wieder ausgeschieden werden. Ballaststoffreiche Lebensmittel sind vor allem Obst, Gemüse, Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte.
(übernommen mit schriftlicher Genehmigung von:http://www.prassek.de)


