Vitamine A, E, B1

 
Vitamine A, E, B1Vitamine sind organische Verbindungen, die der Organismus nicht selbst bilden kann und deshalb in kleinen Mengen mit der Nahrung zugeführt werden müssen. Bei Unterversorgung kommt es zu Störungen im Stoffwechsel. Wenn Vitamine völlig fehlen - kann der Tod eintreten. Überversorgungen sind dagegen nur in einzelnen Fällen gefährlich. Wenn bestimmte Krankheiten vorliegen, können Mangelzustände auftreten (Darmerkrankungen, Alkoholismus) oder wenn bestimmte Medikamente eingenommen werden.
Auch in der Schwangerschaft, Stillzeit und Rekonvaleszenz ist der Bedarf an bestimmten Vitaminen erhöht.

Vitamin A - Retinol

Vitamin A kommt in tierischen Lebensmitteln vor. Es ist erforderlich für den Sehvorgang für die Haut und Schleimhäute. Vitamin A-Mangel führt zu Nachtblindheit und in schweren Fällen zur Erblindung. Zu große Mengen dieses Vitamins können zu Gesundheitsschäden führen. Bei ungeborenen Kindern kann es zu Mißbildungen kommen.Vitamin A gehört zu den fettlöslichen Vitaminen und ist außerdem wichtig für unser Immunsystem, die Hautbildung und das Wachstum, empfohlen werden 0,8 - 1,0 Retinol / Tag. Bei schweren Mangelzuständen, kann es zur irreversiblen Zerstörung des Auges kommen. Da der Körper fähig ist, aus Carotin, einem gelben Farbstoff, Vitamin A zu bilden, können durch grüne und gelbe Gemüse (vor allem Karotten) und z.T. Obst bis zu 2/3 des Vitamin-A-Bedarfs gedeckt werden. Sonst ist Vitamin A reichlich in Milchprodukten, Eigelb, Leber, Fisch und Fettfischen enthalten. Carotin kann im Gegensatz zu Vitamin A zusätzlich die Sauerstoffradikale abfangen und so Arteriosklerose und Krebsentstehung verhindern. Es kann durch Überversorgung kein Schaden entstehen. Vitamin A ist empfindlich gegenüber Sauerstoff, Säure und Licht.

Vitamin E - Tocopherol,

schützt die Zellen vor Oxidation und die Zellmembranen, indem es hochreaktive Sauerstoffverbindungen abfängt. Da diese reaktiven Verbindungen bei der Entstehung der Arteriosklerose eine gewisse Rolle spielen, könnte Vitamin E von präventiver Bedeutung sein. In höheren Dosen ist Vitamin E ungefährlich. Normalerweise ist aber durch die weite Verbreitung des Vitamin E kein Mangel zu befürchten. Den höchsten Gehalt an Vitamin E weisen Pflanzenöle auf und Gemüsesorten wie Grünkohl, Schwarzwurzeln oder Paprika
Empfehlung: 12.0 mg

Vitamin B1 - Thiamin

Vitamin B1 (Thiamin) ist unentbehrlich für den Kohlenhydrat-Stoffwechsel und wichtig für das Nervensystem. Menschen mit Thiaminmangel leiden z.B. unter Konzentrationsschwäche, Gewichtsverlust, Wadenkrämpfen und Reizbarkeit. (In Ostasien trat der Vitamin-B1-Mangel nach Einführung der Reisschälmaschinen häufig auf, da in der äußeren Schale des Reisses besonders viel Vitamin B1 enthalten ist.)
Heute ist ein Vitamin-B1-Mangel seltener, da die Vitaminverluste beim Schälen durch andere Lebensmittel, vor allem Schweinefleisch,ersetzt werden.
Vollkornprodukte zu verwenden ist daher sinnvoll um die Vitamin-B1-Versorgung zu optimieren, da verschiedene Genußmittel - wie Alkohol, Schwarztee und Kaffee die Vitamin B1 Versorgung verschlechtern können. Empfehlung: 1.0 mg/Tag




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