Wie kann man dem kranken Herzen durch Ernährung helfen?
Herzkranke Menschen sollen sich noch mehr als die herzgesunden kochsalzarm+, basen-, d.h. kalium- und magnesiumreich, anders gesagt überwiegend pflanzlich und vollwertig ernähren. Die dabei üblicherweise nicht zu grosse Eisenvorräte wirken sich auch günstig aus. Sie sollen sehr auf richtige Trinkmenge achten, da weder zu wenig noch zuviel Flüssigkeit dem kranken Herzen zuträglich ist.Ein besonderes Problem ist das Übergewicht, das ein eigenständiger Risikofaktor für die Entstehung der Herzschwäche ist. Bei Übergewichtigen muss das Herz in Ruhe vermehrt arbeiten um die grössere Körpermasse mit Blut zu versorgen, was nicht dasselbe ist wie die Belastung bei Muskelarbeit, bei der viele nützliche Stoffe produziert werden. Ausserdem bewegen sich die Übergewichtigen weniger. Bewegung in vernünftigem Masse nützt auch dem kranken Herzen.
Vor kurzer Zeit erschien ein Bericht, in dem behauptet wurde, dass die Übergewichtigen länger mit der Herzschwäche überleben, als die Normalgewichtigen. Dann wäre Übergewicht in diesem Sinne vorteilhaft. Abgesehen von allen anderen bekannten Nachteilen des Übergewichtes, vergassen die Autoren der Studie, dass die Übergewichtigen die Zeichen der Herzschwäche beim Tragen ihrer schweren Last früher spüren. Die Qualität ihres Lebens ist früher und länger beeinträchtigt.
Wenn schon das Herz geschwächt ist, soll man für seine Arbeit gute Bedingungen schaffen und es nicht zusätzlich (unnötig) schwächen. Seitens Ernährung gehört zu den guten Bedingungen die gute Versorgung mit den Hauptnahrungsmitteln (optimale Zusammensetzung von Kohlenhydraten, Eiweissen und Fetten), Vitaminen und Spurenelementen (Selen, Zink) und keine chronische Säurebelastung. Von den Vitaminen ist vor allem bei Alkoholbelastung das Vitamin B1 wichtig. Als Folge der falschen Ernährung und der Nahrungsmittelunverträglichkeiten ist die Einnahme von Eisen und Vitamin B12 nicht selten beeinträchtigt, da beide durch besondere und empfindliche Systeme aus Darm in Blut aufgenommen werden. Ihre Menge sollte man kontrollieren, da sie die Stärke der Herzaktion direkt beeinflussen (zu viel Eisen ist aber auch nicht gut) und eventuell dann durch Zusätze normalisieren. Enorm wichtig ist die optimale Versorgung mit den Hauptbasen Kalium und Magnesium. Sie stärken das Herz, helfen das überflüssige Wasser auszuscheiden und beugen den gefährlichen Herzrhythmusstörungen vor. Ohne Kontrollen sollte man sie jedoch nicht als Zusatz nehmen, da es vor allem bei einer beeinträchtigten Nierenfunktion zu einem gefährlichen Überschuss kommen kann.


